Arztlösung bleibt Gebot der Stunde. Über die prolongierte Kinderarztmisere im Bezirk Lilienfeld.

Von Markus Zauner. Erstellt am 30. Dezember 2020 (05:02)

So viel steht schon einmal fest: 2020 wird als Corona-Jahr in die Annalen eingehen. Aus Bezirkssicht ist es zudem das vierte Jahr in Folge ohne Kinderarzt mit Kassenvertrag.

Zur Lösung der Misere muss an mehreren Rädchen gedreht werden. Allen voran steht die effiziente Bekämpfung des österreichweiten Kinderärztemangels. Zudem scheint eine weitere Anhebung der Honorare für Kassen-Kinderärzte unabdingbar zu sein. Und auch die Kommunalpolitik könnte ihr Scherflein beitragen, indem sie etwa Gratis-Ordinationsräume anbietet, um die vakante Stelle im Bezirk attraktiver zu machen. Speziell, weil die Arbeit für Fachärzte im urbanen Bereich wegen der höheren Einwohnerzahl in der Regel lukrativer ist als im ländlichen.

Die weite Entfernung zum nächsten Kinderarzt außerhalb des Bezirkes spüren vor allem die sozial Schwächeren im Börsel. Alleine schon deshalb bleibt eine Lösung aus gesundheitspolitischer Sicht das Gebot der Stunde.