Die Jugend als Übeltäter. Über Vandalen und Müllsünder.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 22. Juli 2020 (03:43)

Die Frage nach dem „Warum?“ stellen sich viele, wenn sie eine Wanderung zur Aussichtswarte auf der Ulreichshöhe in Lilienfeld dieser Tage unternehmen. Das Ausflugsziel war Ziel von Vandalen, Wände und Sitzbänke wurden zertrümmert.

Verständnislosigkeit, Wut und Traurigkeit keimen auf. Stadtchef Wolfgang Labenbacher kommentiert den Vorfall als „Trottelei sondergleichen“. Bereits einmal haben Jugendliche diese Warte zerstört. Naheliegend, doch noch nicht bewiesen, dass wieder gelangweilte, junge Menschen dafür verantwortlich zeichnen. Auch in Hohenberg und Traisen ist man verärgert. Verpackungen von Speisen und Getränkedosen wurden achtlos im Haumerpark und Tiefental entsorgt. Jugendliche haben dort ihre Treffpunkte gefunden. Die „verzogene Jugend“ ist auch hier somit als Feindbild leicht definiert. Dennoch darf man, bei all nachvollziehbarem Groll, nicht ins Fahrwasser geraten, pauschal „die Jugend von heute“ zu vorzuverurteilen. Es gibt auch Brave!