Feinde des eigenen Börserls

Über die Spieltermine im Unterhaus.

Erstellt am 06. Oktober 2021 | 00:23

Mangelnde Flexibilität wird dem Fußballverband gern vorgeworfen. Auch und gerade von den Vereinsfunktionären. Vor der eigenen Haustüre fehlt aber auch an der Basis oftmals das Fingerspitzengefühl. Das beste Beispiel: Lokalderbys zur gleichen Ankickzeit innerhalb weniger Kilometer. Die sind zum einen ein Ärgernis für Fußballverrückte, die gerne mehrere Plätze abklappern. Zum anderen schneiden sich die Klubs ins eigene Fleisch.

Denn das fußballaffine Publikum wird sicher nicht mehr – wie sich ja auch auf den Plätzen in unserer Region zeigt. Buhlen zwei, drei interessante Partien innerhalb von ein paar Kilometern um Fans, dann bleibt immer einer auf der Strecke. Sprich: Die Vereine nehmen sich gegenseitig die Zuschauer weg – ohne Not! Mit Flutlicht bietet sich neben Freitagabend etwa auch ein späterer Anpfiff am Samstag an, um der Konkurrenz auszuweichen. Oder ausnahmsweise eine Matinée am Sonntag. Kurzum: Ein wenig Flexibilität ist gefragt.
Lässt man diese als Fußballklub vermissen, macht sich das in der Kassa bemerkbar. Die „Verbandszeitfetischisten“ sind die Feinde des eigenen Geldbörserls.