Im Bezirk Lilienfeld lebt es sich sicher. Über die druckfrische Kriminalstatistik.

Von Markus Zauner. Erstellt am 20. Mai 2020 (05:14)

Seit Corona sind die Assoziationen zum Begriff Sicherheit noch vielfältiger geworden. In puncto Kriminalität gibt es freilich nach wie vor nur eine Interpretation: „Wer im Bezirk wohnt, lebt sicher“. Das belegt die hoch gebliebene Aufklärungsquote, die soeben präsentiert wurde.

Effiziente Polizeiarbeit kann aber nur klappen, wenn die Bürger mitziehen und verdächtige Beobachtungen umgehend melden — auch wenn sie sich letztlich als Fehlanzeige erweisen. Hier profitiert der Bezirk davon, dass die Bereitschaft im ländlichen Bereich höher ist, zum Telefon zu greifen und die Polizei zu informieren, als im urbanen. Weil es den Bekannten im Ort betreffen könnte.

Das Manko: Erfolgsmeldungen der Polizei, die die hohe Aufklärungsquote greifbar machen, sind im Bezirk (wie in der „Vor-Corona-Zeit“) Mangelware. Die Öffentlichkeitsarbeit der Exekutive darf also ein Stück mehr werden. Damit die Bürger nicht nur einmal im Jahr in Form der Kriminalstatistik von der guten Polizeiarbeit erfahren.