Im Bezirk nicht am Puls der Zeit. Über eine skurrile NEOS-Meldung zur Kinderarzt-Misere.

Von Markus Zauner. Erstellt am 16. September 2020 (03:13)

Die NEOS warnen in einer Pressemitteilung am Beispiel Lilienfelds vor einem sich zuspitzenden Vertragsärztemangel in der niedergelassenen Kinder- und Jugendheilkunde. Wie war das noch einmal? Seit über dreieinhalb Jahren gibt es mangels Bewerbern bezirksweit keinen Kassenarzt mehr in diesem Bereich – und die NEOS kommen erst jetzt drauf? Am Puls der Zeit zu sein, schaut anders aus. Oder anders formuliert: Der Aufbau einer Struktur auf Bezirksebene wäre aus Sicht der NEOS nicht verkehrt, um sich künftig die Verkündung solch „alter Hüte“ zu ersparen.

Recht haben die Pinken freilich in einem Punkt: Eltern und Kinder werden durch den generellen Mangel an Kassen-Kinderärzten im Stich gelassen – vor allem die sozial Schwächeren. Nicht jeder kann es sich leisten, zum Wahlarzt zu gehen. Der Auftrag heißt weiter, den österreichweiten Kinderärztemangel effizient zu bekämpfen. Um ein gesundheitspolitisches Problem, das Lilienfeld ganz besonders hart trifft, zu beseitigen.