Politiker mit Blick auf Tourismus. Markus Zauner über den bevorstehenden Bürgermeisterwechsel in St. Aegyd.

Von Markus Zauner. Erstellt am 14. August 2018 (05:27)

Die zu Ende gehende Ära von Rudolf Pfeffer als SPÖ-Bürgermeister prägen Licht und Schatten. Pfeffer übernahm das Zepter 2011 in einer für St. Aegyd (Stichwort Schuldenberg) angespannten Situation. Unter Pfeffer hat sich die Kommune finanziell wieder konsolidiert.

Ebenfalls positiv zu Buche steht die Kommunalwahl 2015: Die SPÖ St. Aegyd büßte mit Pfeffer als Frontmann zwar ein Mandat ein, schaffte mit 61,2 Prozent aber klar die absolute Mehrheit — ein Wert, von dem viele Ortschefs nur träumen können.
Weniger ein Ruhmesblatt: Pfeffer gelang es nicht, seine Gemeinderatskollegen im Sommer 2017 zur Räson zu bringen — die Mehrheit sprach sich gegen ein vielversprechendes Hotel-Projekt von Herbert Eder aus. Erst diesen Juni gaben die Mandatare doch grünes Licht.

Mit dem SPÖ-nahen Karl Oysmüller soll Pfeffer im Oktober ein umgänglicher Politiker mit Weitblick folgen, dem der Tourismus als unverzichtbares Standbein besonders am Herzen liegt. Dass der aktuell parteifreie Mandatar bei der Kommunalwahl 2020 auch als SPÖ-Spitzenkandidat ins Rennen gehen wird, ist wahrscheinlich und wäre für SPÖ wie Gemeinde ein Gewinn.