Signalwirkung für ganzes Land. Markus Zauner über den Prozessstart zum Wanderunfall am Muckenkogel und Folgen einer Verurteilung.

Von Markus Zauner. Erstellt am 19. Februar 2019 (04:23)

Entscheidung vertagt: Das ist das Fazit zum Prozessauftakt nach dem Absturz eines Wanderers am Lilienfelder Muckenkogel. Der Verunfallte fordert vom Fremdenverkehrsverein (FVV) Lilienfeld 17.968 Euro Schmerzensgeld. Bevor ein Urteil gefällt wird, wurde im Rahmen des ersten Prozesstages für das Frühjahr ein Lokalaugenschein vereinbart. Ein richtiger und logischer Schritt. Die Schilderungen des Klägers und der Verteidigung, wie es zu dem Unglück gekommen ist, klaffen weit auseinander. Da kann eine Begutachtung vor Ort der Wahrheitsfindung nur dienlich sein.

Nicht dienlich wäre eine Verurteilung freilich für die Freiwilligkeit, denn dann müssten die Ehrenamtlichen des FVV Lilienfeld, die viele Stunden Freizeit im Jahr für die Wegerhaltung am Muckenkogel aufbringen, blechen. Das wiederum hätte Signalwirkung für das ganze Land. Frei nach dem Motto: Warum kostenlos für die Allgemeinheit arbeiten, wenn man bei Wanderunfällen dann auch noch zur Kasse gebeten wird?