Standort ist nicht Wurzel des Übels. Über die Ausschreibungsänderung bei der Kinderarzt-Suche.

Von Markus Zauner. Erstellt am 29. Juli 2020 (03:27)

Die erstmals auf den ganzen Bezirk ausgedehnte Ausschreibung der freien Kinderarzt-Stelle mit Kassenvertrag ist auch gleich in die Hose gegangen.

Das Staunen über die neuerliche Pleite ohne Bewerber hält sich in Grenzen. Freie Räumlichkeiten, die problemlos zu Ordinationen mutieren könnten, gibt es überall. Am Standort ist die Wurzel des Übels am allerwenigsten zu suchen. Lilienfeld selbst verfügt etwa (speziell mit dem Landesklinikum in der Gemeinde) über eine keinesfalls schlechtere Infrastruktur als andere Orte im Bezirk. Zudem kann auch der Lilienfelder Gemeindespitze nicht das ehrliche Bemühen abgesprochen werden, bei der Kinderarzt-Suche die Ärmel hochzukrempeln.

Die Ausschreibungsausdehnung auf den ganzen Bezirk ist gut und schön. Weit wichtiger wäre aber die effiziente Bekämpfung des österreichweiten Kinderärztemangels. Ansonsten werden die Kinderarztdebatten im Bezirk primär eins weiter prägen – neue Ausschreibungspleiten.