Zerstören ist gar nicht cool. Über Vandalenakte und das Vorbeugen dagegen.

Von Markus Zauner. Erstellt am 17. Februar 2021 (03:30)

Der Vandalenakt am Marktler Spielplatz ist geklärt. Kein Einzelfall: Viele Gemeinden kämpfen mit einer ärgerlichen, unnötigen und in der Beseitigung oft teuren Zerstörungswut.

Fingerspitzengefühl beweist die Lilienfelder Stadtspitze: Sie hat sich mit jenem 16-Jährigen, der die Sitzgruppe am Spielplatz demoliert hat, geeinigt, dass er nur die Hälfte der Neuanschaffung blecht. Das strapaziert das magere Lehrlingsbudget nicht zu sehr, zudem wird die Wiedergutmachung des Schadens im Strafverfahren, das dem jungen Mann noch blüht, Berücksichtigung finden. Denn für Sachbeschädigung ist eine Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten möglich, wenngleich die Täter meist nur geringe Geldstrafen ausfassen.

Fakt ist auch: Vandalenakte können durch nichts gänzlich verhindert werden. Vorbeugen hilft mitunter aber – in Form von sinnvoller Freizeitbeschäftigung für die Jugend und Bewusstseinsbildung, dass das Zerstören von fremdem Eigentum ganz und gar nicht cool ist.