Regeln für den Wegebau nötig. Über den Muckenkogel-Wanderunfall und nötige Konsequenzen.

Von Markus Zauner. Erstellt am 16. Juli 2019 (02:59)

Auch die nächste Verhandlungsrunde im Fall der Klage eines Wanderers gegen den Fremdenverkehrsverein (FVV) Lilienfeld hat kein Urteil gebracht. Die ehrenamtlich arbeitenden FVV-Mitglieder bleiben somit weiter im Ungewissen, ob sie „grob fahrlässig“ gehandelt haben, weil im Juni 2018 ein Holzgeländer gebrochen und der Wanderer in die Tiefe gestürzt war.

Fest steht nach Jetzt-Stand: Eine Verurteilung hätte Signalwirkung für das ganze Land — mit der berechtigten Befürchtung, dass viele Freiwillige auf die Wanderwegerhaltung pfeifen. Denn kostenlos für die Allgemeinheit arbeiten und dann bei Wanderunfällen zur Kasse gebeten werden, ist keine befriedigende Option.

Zudem muss ein verbindliches Regelwerk für den Wegebau her, um mehr Sicherheit zu bieten — für den Weghalter (etwa in der Frage der „richtigen“ Installierung von Geländern) und für die Rechtssprechung, damit etwaige Bau-Verfehlungen bei Klagen wie dieser besser einzuordnen sind.