Schwächere leiden vorrangig. Markus Zauner über den Dauerbrenner Kinderarzt-Suche.

Von Markus Zauner. Erstellt am 29. Januar 2019 (05:31)

Die Kinderarzt-Misere geht 2019 munter weiter: Seit über zwei Jahren findet sich für die einzige Kassenvertragsstelle im Bezirk partout kein Interessent.

Bezirksärztevertreter Richard Friewald ortet als Grund für das Dilemma richtigerweise die nicht üppige Bezahlung, gepaart mit dem Risiko der Selbstständigkeit. Dazu kommt die Problematik, dass Ärzte aus dem urbanen Bereich generell nur schwer in den ländlichen Raum zu bringen sind.

Fakt ist aber auch: Die Ursachenforschung bringt den Betroffenen herzlich wenig. Der Bedarf nach einem Kassen-Kinderarzt ist da. Das bestätigen Leserreaktionen sowie Lokalpolitiker. Und: Die fehlende Lücke in der medizinischen Versorgung geht vorrangig zu Lasten der sozial Schwächeren, die sich keinen Wahl-Kinderarzt leisten können. Alleine schon aus dem Grund heißt es, weiter Ausschau zu halten. Irgendwo muss es einen Kinderarzt geben, der unter den vorhandenen Bedingungen bereit ist, nach Lilienfeld zu gehen.