Das Dynamit in einer Beziehung. Über den Knalleffekt beim SC Hainfeld.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 26. November 2019 (01:52)

Dass die Chemie zwischen dem allmächtigen Hainfeld-Präsidenten Harald Fischer und Trainer Frenkie Schinkels zuletzt nicht mehr gestimmt hat, war unübersehbar. In trauter Zweisamkeit hat die beiden gegen Ende der Hinrunde keiner mehr gesehen, denn sie hielten sichtlich Distanz voneinander. Fischer ist offensichtlich der ständigen One-Man-Show von Schinkels, dem ewigen Trainer-Entertainer, überdrüssig geworden.

In Gesprächen mit Fischer kam man einer Frage nicht mehr aus: „Und was hältst du vom Trainer?“ Ein untrügliches Zeichen dafür, dass er selbst Schinkels nicht mehr für den richtigen Mann am Trainerstuhl sah.

Dass Schinkels das Entscheidungsspiel um den Herbstmeistertitel in Hofstetten knapp verloren hat, war für ihn dann auch keine Hilfe. Doch selbst ein Sieg in diesem Spiel hätte den Rauswurf von Schinkels wohl kaum mehr verhindern können.

Der Grund liegt für Freunde beider auf der Hand: Schinkels hat die Meinung von Fischer nie respektiert! Vorschläge, was etwa die Mannschaftsaufstellung betrifft, waren für ihn als Trainerprofi ein Unding. Genauso wie Lieblingsspieler des Präsidenten, etwa Levcik, die immer aufzustellen sind, weil sie viel kosten und weite Anreisen in Kauf nehmen. Kenner beider Charaktere erkannten darin das Dynamit dieser Beziehung. Letzte Woche ist es hochgegangen.