Die Tabelle steht heuer am Kopf. Über die arg gebeutelten Favoriten in der Gebietsliga West.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 23. September 2020 (01:11)

Wer nach vier Runden einen Blick auf die Tabelle der Gebietsliga West wirft, reibt sich die Augen. Mit Grein steht eine Elf an der Spitze, und dies hat das Spiel in Lilienfeld am Freitagabend bestätigt, die nicht die beste der Liga ist. Die Jungs stehen dort oben, weil sie brav rackern und das Konterspiel beherrschen. So wird der Mangel an Spielwitz kompensiert.

Letzteren muss man bei Grein so lange suchen, wie in der Tabelle jene drei Klubs, die vor dem coronabedingten Meisterschaftsabbruch den Titel unter sich auszumachen schienen. Hainfeld ist nur Vierter, wobei in den letzten beiden Runden gerade ein Pünktchen angeschrieben wurde, Hofstetten Neunter und Titelfavorit Lilienfeld Zehnter. Nach der Niederlage gegen Grein hat sich das mit dem Titelfavoriten aber ohnehin besprochen. Das Selbstbewusstsein ist dahin, die Spieler wirken gereizt, dem Nervenzusammenbruch nahe.

Vor Saisonbeginn wurde befürchtet, dass die neue Amstettner Amateurtruppe die Meisterschaft verfälschen könnte. Angesichts der sonstigen Resultate fällt sie aber kaum ins Gewicht. Die Vorsaison wird völlig auf den Kopf gestellt! Schon jetzt steht fest: Andere haben die Corona-Pause besser genutzt, um diesen Herbst in voller Frische aufzulaufen, als unsere beiden Bezirksklubs.