Drei Sekunden sind zu holen. Claus Stumpfer übers Debüt auf der Laufbahn von Kevin Wallner.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 16. Januar 2018 (02:26)

Kevin Wallner vom ULC St. Veit hatte ein ambitioniertes Ziel. Bei den NÖ Landesmeisterschaften gab der Volkslauf-Champion der letzten Jahre bei diversen Bezirksläufen sein Debüt auf der Bahn und wollte gleich die 2-Minuten-Schallmauer über die 800 Meter unterbieten.

Nach den Trainingsleistungen der letzten Wochen war dies laut Trainer Gottfried Lammerhuber, der das Toptalent als Obmann der Sportunion St. Pölten unter seine Fittiche genommen hat, durchaus realistisch.

Allerdings musste Lammerhuber selbst schmunzeln, als er beim Silvesterlauf in Neidling diese Prognose im Beisein Wallners gewagt hat. Dem Leichtathletik-Guru war wohl allzu bewusst, dass auf der Bahn auch einiges Lehrgeld zu zahlen ist. Schnell laufen können, ist das eine, doch die taktischen Mätzchen bei den Positionskämpfen speziell auf den beiden Stadionrunden, können auch noch so akribisch vorbereitete Marschtabellen über den Haufen werfen. Und sie kosten dem Athleten nicht nur Zeit, sondern auch jede Menge Kraft.

Am Ende haben Wallner, der in den letzten Wochen mit ganzem Einsatz vor allem in Linz trainierte, drei Sekunden auf seine Traumzeit gefehlt. Ärgern sollte er sich nicht. Wenn er seinen Ehrgeiz behält, wird demnächst die Schallmauer fallen.