Eine Ausnahme im Spitzensport. Über Philipp Lienharts Kritik an nicht mehr vermittelbaren Ablösesummen.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 10. Februar 2021 (01:42)

Seit Sommer 2017 spielt Philipp Lienhart für den SC Freiburg. Zuvor sammelte der Lilienfelder Erfahrungen bei Real Madrid, weshalb er sogar als zweifacher Champions-League-Sieger geführt wird. Mit einem Interview für t-online sorgte Österreichs Nationalteamspieler bei unseren deutschen Nachbarn letzte Woche für Aufsehen.

Dass Lienhart bodenständig geblieben ist, wissen wir im Bezirk natürlich, allen Vorurteilen gegenüber Profikickern zum Trotz. Im Gespräch gab Lienhart nun zu, sich auch ein schickes Auto mit viel PS gekauft zu haben, und auch seien Klamotten in seinem Kleiderschrank, die er nicht einmal getragen habe. Nur glücklich mache ihn das nicht!

Vielmehr bringen ihn die exorbitanten Ablösesummen zum Nachdenken. Wenn in Europa ein Spieler für 200 Millionen Euro den Klub wechselt und auf der anderen Seite der Erde täglich Menschen verhungern, ist das für ihn „nur mehr absurd“. Lienhart weiß, dass er Teil dieses Systems ist und davon profitiert. Aber ihn beschäftigt das Problem, was ihn zur Ausnahme im Spitzensport macht. Einer von der Sorte, von der es mehr geben sollte.