Hut ab vor dem Tiger

über Marc Digrubers kräftiges Lebenszeichen.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 02:35
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Der Einzelkämpfer vom Skiclub Mitterbach hat‘s allen bewiesen. Viele haben Marc Digruber schon abgeschrieben. In Adelboden setzte der 33-jährige Slalomspezialist ein Ausrufezeichen. Der „Tiger“ zeigte seine Krallen und bewies vor allem im ersten Durchgang am Chuonisbärgli, dass er – auch ohne ÖSV-Kaderplatz – die Top Ten noch immer drauf hat.

Für seinen Traum vom Weltcup-Comeback hat Digruber viel auf sich genommen. Familie und Freunde unterstützten ihn nach Kräfte. Und der Torlaufroutinier schuftete im Alleingang, nachdem ihn der Skiverband aus dem A-Kader gestrichen hatte. Digruber kam zurück, profitierte von Ausfällen im Technikerteam. Und darf sich jetzt sogar noch zaghafte Hoffnungen auf Olympia machen.

Auch wenn es mit dem Ticket nach Peking nicht klappt: Digruber darf sich als Sieger fühlen. Weil er nicht aufgesteckt hat – eben wie ein echter Champion.