Lilienfeld

Erstellt am 22. Januar 2019, 05:51

von Wolfgang Wallner

Team hat sich Chance verdient. Wolfgang Wallner über die St. Pöltner Zurückhaltung.

Philipp Zulechner war da, der ehemalige Italien-Legionär Alen Stevanovic, der Deutsch-Ghanaer Kofi Schulz: Verpflichten wird der SKN St. Pölten wohl keinen aus diesem Trio. Auch wenn das obere Play-off winkt, will man keine Schnellschüsse unternehmen. Das Team, das einen so starken Herbst gespielt hat, bekommt einen Vertrauensvorschuss. Und den haben sich die Wölfe am Rasen auch verdient.

Rund 50 Spielertransfers hat der SKN seit dem Aufstieg getätigt. Damit soll nun Schluss sein! General Manager Andreas Blumauer will Kontinuität einkehren lassen.
Für Trainer Ranko Popovic fällt damit aber auch die Möglichkeit weg, dem Team vollends seinen Stempel aufzudrücken. Einem neuen Coach zumindestens einen Wunschspieler zuzugestehen, ist nicht unüblich. Dass der SKN hier andere Wege geht, ist durchaus konsequent, unterstreicht das neu gewonnene Selbstbewusstsein.

Dass der SKN die Transferbremse zieht, zeigt aber auch, dass trotz „Spusu“-Einstiegs die finanziellen Bäume nicht in den Himmel wachsen. Nach der Risikosaison 2017/18 will man alte Fehler nicht wiederholen.
Auf die Gefahr hin, Qualitätsspieler wie es ein fitter Zulechner wohl wäre, ziehen zu lassen. Ein Risiko, das der SKN eingeht. Weil das „alte“ Team sich eine Chance verdient hat.