WM-Traum erlitt Erfrierungen. Über die nicht ganz wie von Philip Wieser erträumte Nordische WM.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 17. Februar 2021 (01:55)

Es war bitterkalt im finnischen Vuokatti, wo letzte Woche die Langlaufbewerbe der Nordischen Ski-WM für Junioren in Szene gingen. Zu kalt für den Traisner Philip Wieser! Bei minus 13 Grad merkte das Toptalent schon bei seinem lockeren Einlaufbewerb, dem Sprint, dass die Leichtigkeit, die ihn in den Wochen vor der WM ausgezeichnet hatte, nicht da war. Dabei hatte ihn Kälte bisher nie bremsen können, und starke Anstiege wie in Finnland, sind für ihn normal kein Problem. Die liebt er sogar!

Doch als 19-Jähriger muss man Erfahrung sammeln und eine Junioren-WM ist dazu da, um mit selbst auferlegtem Druck umgehen zu lernen. Denn Wieser hatte insgeheim mit einem Top-10-Platz spekuliert, herrschten doch „seine“ Bedingungen. Im Ernstfall fühlte sich aber alles anders an. Kälte, mit so hoher Luftfeuchtigkeit wie in Vuokatti, findet man in Mitteleuropa nicht! Und im Umgang mit Neuem, passieren dann Fehler. Fehler, aus denen Wieser seine Lehren zieht.

Seinen Weg wird das Langlauf-Toptalent weiterhin unbeirrt gehen. Die Erfolge heuer im Continentalcup sollten ausreichen, um ihm eine Karriere als Heeressportler zu ermöglichen. Wohlverdient!