Wenn guter Rat teuer ist. Romeo Felsenreich über die sportliche Krise in Hainfeld.

Von Romeo Felsenreich. Erstellt am 27. Oktober 2014 (15:21)

Die sportliche Krise des SC Hainfeld lässt derzeit niemanden kalt. Und einmal mehr bewahrheitet sich, dass guter Rat teuer ist.

Denn Einflüsterer und Besserwisser gibt es auch in Hainfeld genug. Präsident Harald Fischer sucht derzeit einen Weg in ruhigeres Fahrwasser, doch dass sein Verein schon so früh im Titelduell chancenlos die Segel streichen musste, ist auch für ihn Neuland.

Dabei sprach man auch in dieser Saison offen vom ersehnten Titel. Mit der Rückbesinnung auf das bewährte System mit Spielertrainer Marc-Andre Unterhuber sollte auch der Erfolg zurückkehren. Dass dies offensichtlich nicht funktioniert, lockte nun auch Hainfelds Ex-Trainer Erich Karrer mit Stichelein aus der Reserve. „Nur mit Intrigen und Spaß“, werde man nicht Meister, meint er.

Dass Fischer seinen Kader schmal hielt und dieser durch die Verletzung von Stürmer Pavel Kunc eindeutig zu knapp wurde, war risikoreich. Laut Fischer aber kalkuliert, da er seinen monetären Einsatz beim Verein verringern will.

Will man in Hainfeld auch weiter Fußball auf höchstem Niveau sehen, kann man sich in Zukunft entweder damit begnügen, wenige Kilometer weiter nach Rohrbach zu fahren. Oder doch an einem Szenario arbeiten, den Verein auf eine breitere Basis zu stellen.