Windpark-Nein nachvollziehbar. Über die Ablehnung eines Riesenprojektes in Ramsau.

Von Markus Zauner. Erstellt am 01. Juli 2020 (03:54)

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, die Bürger beim Thema Windrad-Bau auf die Palme zu bringen. Das zeigte sich auch im Ramsauer Gemeinderat. Die ersten Gegner der Pläne, im Bereich des Kienecks bis zu neun Windräder zu errichten, verfolgten die Sitzung live. Wobei es offiziell keine echten Gegner gibt: Man sei ja für Maßnahmen gegen den Klimawandel und somit die Windkraft – nur halt nicht hier, sondern andernorts. Das Florianiprinzip also.

Der Gemeinderat hat sich gegen den Bau des Windparks ausgesprochen – nicht primär wegen des Drucks aus der Bevölkerung, sondern aus Sorge. Weil die Realisierung eines solchen Riesenprojektes im Bergbereich neben einer Naturverschandelung ein massiver Eingriff in die Umwelt wäre – speziell, da ein Windrad über einer Wasserquelle errichtet werden soll. Ökostrom ist zwar gut und wichtig. Der Standort in Ramsau ist für einen Windpark aber nicht geeignet. Daher ist das „Nein“ des Gemeinderates nachvollziehbar – und richtig.