70er-Tafel in Traisen zeigt Wirkung. Trotz harscher Kritik mancher Verkehrsteilnehmer macht die neue Geschwindigkeitsbeschränkung auf der B 18 Sinn.

Von Red. Lilienfeld. Erstellt am 14. Februar 2021 (18:54)
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 „Unsinniger geht es ja schon nicht mehr. Statt darauf zu achten, dass die 100 eingehalten werden, wird eine neue Tafel aufgestellt. Diesmal eine mit einer 70er-Beschränkung? Was soll das bringen? Dass man mehr Strafen kassieren kann, oder damit dann endlich wirklich 100 gefahren wird? Das ist ja unglaublich“, grollt Kim Michalek in einem Leserbrief.

Zur Erinnerung: Auf der B 18 im Bereich der Kuppe wurde kürzlich eine neue 70er-Tafel aufgestellt. Bislang durfte man hier Tempo 100 fahren (NÖN/03). Tempo 70 verärgert so manchen Lenker. Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller betont erneut, dass diese Beschränkung Sinn mache. „Zwischen 29. Juni und 6. Juli des Vorjahres wurde hier mit Messlatten gemessen. In Fahrtrichtung Wien waren 44.599 Fahrzeuge, in Richtung Traisen 48.917 Kfz unterwegs. Ein Verkehrssachtverständiger hat deutliche Geschwindigkeitsübertretungen in beide Fahrtrichtungen festgestellt“. Kemetmüller zitiert aus dem Verkehrsgutachten, um die Notwendigkeit dieser neuen Verkehrstafel zu unterstreichen: „Aufgrund der regelmäßigen Geschwindigkeitsübertretungen im kundgemachten Ortsgebiet ist eine östlich vorgelagerte Geschwindigkeitsbeschränkung für beide Richtungen auf 70 km/h erforderlich.“ Kemetmüller sieht einen großen Vorteil: „Jetzt ist die Geschwindigkeit in diesem Bereich gestaffelt.“ Dies führe zu einer kontrollierteren Temporeduzierung. Die Polizei sei natürlich weiterhin angehalten, hier zu kontrollieren und exekutiere dies auch. Kemetmüller: „Es gab seit der Installierung der Beschränkung bereits mehrere Kontrollen. Es wurden keine Übertretungen festgestellt.“