Ruf nach mehr Sicherheit in Kaumberg. Hafenecker plädiert für Abbiegespur. Bezirkshauptmannschaft will Antrag prüfen.

Von Markus Zauner. Erstellt am 29. August 2017 (05:55)
NOEN, Halbwax
Debatten zur Installierung einer Abbiegespur gibt es in Kaumberg imKreuzungsbereich B 18/L 5139.

Nach der Sanierung der B 18 durch die Mitarbeiter der Straßenverwaltung ist die Marschroute für Christian Hafenecker, den geschäftsführenden FP-Gemeinderat für Straßenbauangelegenheiten, vorgegeben. Nächstes Ziel müsse die Entschärfung der Kreuzung B 18/L 5139 sein.

„Dieser Kreuzungsbereich ist sehr unübersichtlich, aus Fahrtrichtung Kaumberg kommt es hier immer wieder zu Auffahrunfällen, wenn Fahrzeuge in Richtung Klammhöhe abbiegen wollen und dabei bei Gegenverkehr in der Kurve mitten auf der Fahrbahn halten müssen. Nachkommende Fahrzeuge können aufgrund der Uneinsehbarkeit oft nicht mehr bremsen. Viele Landwirte, die täglich mehrmals an dieser Kreuzung abbiegen müssen, fürchten permanent eine derartige Situation“, weiß Hafenecker um die Problematik.

„Dieser Kreuzungsbereich ist sehr unübersichtlich, aus Fahrtrichtung Kaumberg kommt es immer wieder zu Auffahrunfällen.“ Christian Hafenecker

Durch die Straßensanierung und die Versetzung des Steinwurfes ergebe sich nun die Möglichkeit, die verbreiterte Fläche zwischen Straße und Bach für Entschärfungsmaßnahmen zu nutzen. Konkret, so der freiheitliche Gemeindevorstand, könnte auf diesem Wege die Straße verbreitert und die Leitschiene versetzt werden, um Platz für eine Abbiegespur zu schaffen.

„Damit würde mit relativ wenig Aufwand Sicherheit an dieser Schlüsselstelle geschaffen werden“, glaubt Hafenecker. Er kündigt an, mit den entsprechenden Stellen des Landes NÖ in Kontakt zu treten und seitens der FPÖ auch einen Antrag in der nächsten Gemeinderatssitzung einzubringen.

Land NÖ sah in der Vergangenheit keinen Bedarf einer Abbiegespur

Bürgermeister Michael Wurmetzberger von der Mehrheitsfraktion ÖVP will den in Aussicht gestellten Antrag der Blauen zur Prüfung einer Abbiegespur unterstützen, verweist im NÖN-Gespräch aber darauf, dass es sich um den Zuständigkeitsbereich des Landes handelt. Und: „2002 und 2005 hat es hier bereits Prüfungen gegeben“, weiß der Ortschef. Beide Male war von Sachverständigenseite kein Bedarf nach einer Abbiegespur geortet worden.

Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller kündigt auf NÖN-Anfrage eine neuerliche Erhebung an. Sollte ein Antrag bei der Behörde einlangen, werde man diesen „unter Beiziehung des Straßenerhalters und eines Amtssachverständigen prüfen“, so Kemetmüller.