Sommerakademie steht in Lilienfeld in den Startlöchern. Studierende aus ganz Österreich kommen für Kurse in die Bezirkshauptstadt. Bisher gibt es insgesamt 64 Anmeldungen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. Juni 2021 (04:17)
Sommerakademie Lilienfeld
Magdalena Renwart-Kahry wird im Stift Lilienfeld die Hauptrolle in der Oper „Fidelio“ singen, Florian Pejrimovsky übernimmt die Rolle „Don Pizarro“. 
SAL Lilienfeld

,,So wie in Österreich überall, sind von Asien keine Teilnehmer zu erwarten – außer Asiaten, die in Wien wohnen. Grundsätzlich werden die Studierenden aus Österreich kommen“, weiß Karen De Pastel, Präsidentin der Sommerakademie Lilienfeld (SAL). Bisher seien bereits 64 Anmeldungen hereingekommen – Tendenz steigend. „Die meisten Anmeldungen kommen in den letzten drei Wochen vor Kursbeginn, zum Beispiel für die Kurse vom Amadeus Brass Quintett mit wahrscheinlich 23 Studierenden“, rechnet De Pastel vor.

Die Sommerakademie Lilienfeld als fixer Bestandteil des kulturellen Lebens stelle für die gesamte Region um Lilienfeld einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung von Hobby-Musikern, Kindern und geübten Studierenden dar, ergänzt die Präsidentin.

Stift Lilienfeld: Premiere der Oper „Fidelio“

Im Rahmen der diesjährigen 40. Internationalen Sommerakademie wird das musikalische Angebot ähnliche Schwerpunkte umfassen wie 2020. Das Eröffnungskonzert steht am 4. Juli mit Werken von Präsidentin Karen De Pastel nach der Eröffnungsmesse mit Chor, Blechbläsern und Orgel von Ignaz Mitterer um 9.30 Uhr am Programm. Am Abend des gleichen Tages folgt die Oper „Fidelio“ von Ludwig van Beethoven um 19.15 Uhr, Eintritt 18.30 Uhr. „Mit dieser Aufführung eines der schönsten Werke von Ludwig van Beethoven, die im Jahr 2020 abgesagt werden musste, feiern wir im Jahr 2021 nachträglich sein 250. Geburtsjahr und die 40. Internationale Sommerakademie Lilienfeld in besonderer Weise. Es ist die erste Aufführung dieser Oper in der Geschichte des Stiftes Lilienfeld“, berichtet De Pastel.

Aufgrund des zu kleinen Konzertsaales im Stift Lilienfeld haben sich die Organisatoren entschlossen, die Opernaufführung in die Stiftsbasilika zu verlegen. Durch abwechslungsreiche Aufführungen – von geistlicher Musik, Jazz und Volkskultur über zeitgenössische Musik bis hin zu Kinder- und Erwachsenenchören sowie Aufführungen auf historischen Instrumenten – werde die Bildungsinstitution im Laufe der zwei Kurswochen vom 4. bis 18. Juli weit über die Grenzen des Landes Niederösterreich hinausstrahlen, ist sich De Pastel sicher.

Bei allen Veranstaltungen der SAL werden die geltenden Bestimmungen der Bundesregierung zur Covid-19-Pandemie eingehalten, betont Pastel: „Wir glauben trotz der Pandemie an einen großartigen Erfolg in diesem Jahr.“ Denn, so Kultur.Regions-Geschäftsführer Martin Lammerhuber: „Kunst und Kultur sind kein Luxus. Sie müssen immer wesentliche Rohstoffe unserer Gesellschaft sein.“