Entwarnung: Keine Keime im Wasser in Kaumberg. Geruch von Gülle im kühlen Nass hatte für Verunsicherung in Kaumberg gesorgt. Bürger sollten Leitungswasser zwischenzeitlich abkochen.

Von Gila Wohlmann. Update am 11. Februar 2020 (12:00)
Gemeindemitarbeiter und Spezialfirmen machten sich letzte Woche akribisch auf die Suche nach Lecks im Kaumberger Wasserleitungsnetz.
Wurmetzberger

Nun liegen die Laborbefunde vor: Das Kaumberger Trinkwasser ist nicht verunreinigt und somit auch nicht gesundheitsgefährdend!

Zuvor hatte die Marktgemeinde Kaumberg aus Sicherheitsgründen eine schriftliche Bürgerwarnung an alle Haushalte und Gewerbebetriebe ausgegeben. Darin wurde empfohlen, das Kaumberger Leitungswasser vorerst nicht zu verwenden oder zumindest abzukochen. Das sorgte für Spekulationen, wie das passieren konnte und wer mitunter dafür verantwortlich sei. „Die Empfehlung, das Wasser abzukochen, war eine reine Vorsichtsmaßnahme“, betont Bürgermeister Michael Wurmetzberger.

Der Grund: Durch die schnelle Schneeschmelze hätte das Kaumberger Leitungswasser – möglicherweise – verunreinigt werden können. Bürger hatten die Gemeinde aufmerksam gemacht. „Wir erhielten mehrere besorgte Anrufe, dass das Leitungswasser nach Gülle rieche“, berichtet der Ortschef.

„Es war nur eine Empfehlung von uns, das Wasser nicht zu verwenden oder eben gut abzukochen.“ Bürgermeister Michael Wurmetzberger

Umgehend versuchte die Gemeinde, der Sache auf den Grund zu gehen und konnte eine Quelle im Laabachtal ausfündig machen, von der die vermeintliche Verunreinigung auszugehen schien. „Umgehend wurde diese weggeschaltet“, erzählt er. Lediglich zwei Gehöfte wurden weiter damit versorgt. „Weil es nicht anders ging, aber die Bewohner wurden informiert“, so Wurmetzberger. Der verdächtige Geruch wurde in mehreren Ortsteilen wahrgenommen. Hydrotechniker und Spezialfirmen, zum Teil davon ausgerüstet mit Kamera und Sonde, durchforsteten das Wasserleitungsnetz.

„Wir fanden eine eingedrückte Leitung und zwei minimale Lecks, die sofort repariert wurden. Wir überlegen aber, diese Leitung komplett zu erneuern.“ Rund 15.000 Euro wurden von der Gemeinde bereits in die Ursachenfindung investiert. Wasserproben wurden entnommen, um etwaige gesundheitsschädliche Keime festzustellen. Mitte der Woche konnte schon erste Entwarnung für einen Teil der Haushalte gegeben werden. Das Endergebnis liegt nun ebenfalls vor: Das Kaumberger Wasser ist nicht verkeimt. Wirklich Sorge hätten die Kaumberger aber nie tragen müssen, betont Wurmetzberger. „Es war eben nur eine Empfehlung von uns, das Wasser vorerst nicht zu verwenden oder gut abzukochen“, sagt er.

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