Covid-19-Bilanz: 77 Patienten im Spital, 15 tot. Lilienfeld war über zwei Monate Corona-Zentrum für den Zentralraum. Die NÖN hat die Fakten.

Von Markus Zauner. Erstellt am 24. Juni 2020 (04:27)
33 Corona-Patienten wurden Anfang April im Landesklinikum Lilienfeldstationär behandelt – das war der Höchststand.
Krizanic-Fallmann

Insgesamt 77 stationär behandelte Patienten bei einem Höchststand von 33 Patienten Anfang April: Das ist die Kurzbilanz im Landesklinikum Lilienfeld, das Mitte März als eines von fünf Krankenhäusern Niederösterreichs zum Corona-Zentrum ernannt wurde.

37 Betten standen für die Behandlung von Covid-19-Patienten aus dem gesamten Zentralraum bereit. Seit 25. Mai werden positiv auf das Coronavirus getestete Personen, die Spitalsbetreuung brauchen, ins Landesklinikum Melk transferiert. In Lilienfeld befand sich zuletzt nur noch ein nicht mehr infektiöser Patient in stationärer Behandlung, bestätigt Bernhard Jany von der Landesgesundheitsagentur auf NÖN-Anfrage.

Die Bilanz des über zweimonatigen Intensivkampfes gegen die Pandemie am Standort Lilienfeld fällt positiv aus. „Logischerweise gab es entsprechende Umstellungen im Alltag und bei den Prozessabläufen. Durch die rasche Umsetzung aller Maßnahmen und den hervorragenden Einsatz aller Mitarbeiter konnte die Situation optimal gemeistert werden“, streut Jany Rosen. Lilienfelds Bürgermeister Wolfgang Labenbacher schlägt in eine ähnliche Kerbe. „Der Auftrag wurde gut erfüllt. Man hat gesehen, wie wichtig ein kleines Krankenhaus vor Ort ist.“ Der Wermutstropfen: Für insgesamt fünfzehn positiv auf Covid-19 getestete Patienten gab es keine Rettung mehr, sie sind im Landesklinikum Lilienfeld verstorben.

Keine Engpässe bei Medikamenten bekannt

Übrigens: Die Versorgungskette im Corona-Zentrum Lilienfeld habe auch perfekt geklappt, betont Bernhard Jany gegenüber der NÖN: „Dass es zu keiner Zeit zu Engpässen bei Medikamenten oder Schutzmaterialien gekommen ist, ist auf eine umsichtige Planung und vor allem auf die außergewöhnlichen Anstrengungen des zentralen Einkaufs in der Holding-Zentrale zurückzuführen.“