Mario Winkler, der Wettermann aus Kernhof

Erstellt am 16. Januar 2022 | 05:51
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8264815_lil0ae_wettermann_c_privat_winkler.jpg
Mario Winkler hat sich dem Wetter im Bezirk Lilienfeld verschrieben. Immer mehr Interessierte greifen auf seine Messungen zurück.
Foto: privat/Winkler
Mario Winkler misst die Witterung ganz genau. Seine Arbeit bewahrte einige Landwirte schon vor hohen Kosten.
Werbung
Anzeige
Anzeige

Der gebürtige Hohenberger und nun Wahl-St. Aegyder Mario Winkler verfolgt das Wetter seit Jahren in der Region ganz genau. Mit seinen Aufzeichnungen konnte er bereits einigen Landwirten aus der Patsche helfen.

„Mich haben die Naturwissenschaft und Wetterphänomene schon als Kind interessiert. Mein Opa hat mir damals auch immer viel erklärt und so mein Interesse weiter gestärkt“, erzählt Mario Winkler über die Anfänge seiner Forschung.

„Kernhof gehört zu den Föhnsturm-anfälligsten Orten in ganz Österreich.“

Winkler betreibt seit 2013 eine Wetterstation in Kernhof und konnte durch diese bereits einige Auffälligkeiten aufdecken. Kernhof ist nämlich äußerst anfällig für Föhnsturm: „Kernhof gehört zu den anfälligsten Orten in ganz Österreich. Das Besondere dabei ist, wie begrenzt der Föhnsturm durch die Ortschaft zieht“, meint er. So hat Winkler festgestellt, dass vor allem das Gebiet rund um den „Weißen Zoo“ sehr stark betroffen ist. „Wenn man einmal um die Ecke geht, kann es hier plötzlich fünf Grad wärmer sein als im Rest der Ortschaft“, weiß der Wetterforscher.

Die bisher höchste Windgeschwindigkeit, die er im Ort gemessen hat, lag bei unglaublichen 128 Kilometer pro Stunde. Bei solchen Geschwindigkeiten kommt es auch oft genug zu Sturmschäden. Das Problem ist nur, dass der Föhnwind so begrenzt ist, dass man diesen auf den offiziellen Wetterstationen im Bezirk oft gar nicht wahrnimmt. Deswegen gab es schon Fälle, in denen Versicherungen nicht für die Schäden aufkommen wollten, weil ja kein Wind gegangen sei.

„Da ich immer alles genau aufzeichne, konnten die Geschädigten aber nachweisen, dass es sehr wohl einen Sturm gab. Sie bekamen dann ihr Geld“, berichtet Mario Winkler. Skilifte in der Region würden sich ebenfalls oft auf seine Prognosen stützen. 

Genauigkeit ist der Schlüssel

„Bei meinen Messungen bin ich äußerst genau und schaue immer, dass die Werte auch nach Vorschrift gemessen werden“, betont Winkler. So entspricht die Kernhofer Wetterstation allen Bestimmungen der ZAMG ganz genau und es gibt keinen Qualitätsunterschied zwischen den Messungen von Mario Winkler und den Daten der ZAMG. „Ich arbeite ebenso viel mit der ZAMG zusammen und konnte dadurch auch schon viel lernen“, erklärt Wetterexperte Winkler.

Werbung