Arminio Rothstein: Erinnerung an TV-Star

Arminio Rothstein, besser bekannt als Clown Habakuk, prägte mit seinen Puppen das ORF-Kinderprogramm. Seine letzte Ruhestätte fand er am Lilienfelder Friedhof.

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Das Andenken an Clown Habakuk bewahrt Christine Rothstein. Erzzauberer Tintifax I. gehört zu den bekanntesten Puppen, die ihr Gatte Arminio angefertigt und für Auftritte verwendet hat.
Foto: NOEN, Krizanic-Fallmann

Kasperl und Tintifax, die Wichtelgeschichten mit Zwerg Bumsti und der Maus, Toby & Tobias, die Gans Mimi oder Helmi: Kultstatus erlangte Arminio Rothstein von 1968 bis 1994 beim Kinderfernsehen des ORF, für welches er Sendungen erfand, schrieb und leitete. In diesen Formaten agierte der Maler, Autor, Musiker, Zauberer und AHS-Professor als Clown Habakuk mit den von ihm selbst angefertigten Puppen.

Letzte Ruhestätte in Lilienfeld

Am 25. Juli hätte der Wiener seinen 90. Geburtstag gefeiert. Verstorben ist er am 1. Oktober 1994 an Lungenkrebs. Seine letzte Ruhestätte fand der Künstler am Friedhof in Lilienfeld. „Er hat sich das so gewünscht“, erzählt seine Witwe Christine Rothstein. Die gebürtige Lilienfelderin stammt aus der Familie Gröber, ihr Vater war Sparkassendirektor, Bruder Leopold wohnt in Traisen.

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Seit dem Tod ihres Mannes führt die ehemalige Lehrerin sein Gedankengut weiter und hütet in ihrem Haus in Wien die rund 800 Puppen, darunter welche mit Gesichtern von prominenten Persönlichkeiten. „Puppen und Menschen sind auf der Bühne gleichwertig“, sagt sie zum Credo von Arminio Rothstein. In seinem Sinne veranstaltet sie mit Lebensgefährten Robert Swoboda und dem Team des Theaters Arlequin Programme für Kinder und Erwachsene.