Finale für Martin Müllers Weltreise mit dem Rad. Ins Finale geht die Weltreise des Lilienfelders Martin Müller mit dem Rad. Der NÖN schildert er Gefahren und Höhepunkte.

Von Markus Zauner. Erstellt am 07. Februar 2020 (03:02)
18.000 Kilometer ist Martin Müller, im Bild mit einer Quartiergeberin, bereits geradelt.
privat

22.000 Kilometer auf dem Drahtesel: Im Sommer des Vorjahres ist er aufgebrochen, Ende März will Martin Müller zu seinem letzten Abschnitt von Madrid nach Österreich aufbrechen. Die NÖN erreichte den Abenteurer in Palm Beach (Florida) zum Interview.

NÖN: Wie viele Kilometer durch welche Länder sind Sie nach aktuellem Stand insgesamt schon am Rad gefahren?
Martin Müller: Ich bin bis jetzt etwa 18.000 Kilometer geradelt — durch die Slowakei, die Ukraine, Russland, Hawaii, Kalifornien, Arizona, New Mexico, Texas, Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida. Nach meinem Flug nach Kuba werde ich dort drei Wochen radeln. Bis zum 29. März möchte ich dann noch Jamaika, Barbados, Martinique, Puerto Rico und Guadeloupe besuchen.

Am 29. März fliegen Sie dann weiter nach Madrid?
Ja. Der Plan für die Rad-Fahrt von Madrid nach Lilienfeld bleibt aufrecht.

„Die Riesenkakteen in Arizona sind einfach faszinierend“, sagt Rad-Abenteurer Martin Müller.
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Gab es schon brenzlige Momente auf Ihrer Reise?
Gefährliche Momente gibt es weiterhin vor allem im Straßenverkehr, wenngleich es hier in den Staaten schon zivilisierter zugeht als in Russland. Aber es gibt auch hier rücksichtslose Idioten. Die Straßen sind hier allerdings viel besser und ich habe Möglichkeiten, die verkehrsreichsten Strecken zu meiden. Es ist schrecklich, wie viele tote Tiere vor allem in Texas auf den Straßen liegen. Niemand außer den Geiern entsorgt sie — und es riecht ständig nach Verwesung.

Wie geht es Ihnen gesundheitlich?
Bestens. Ich habe nicht die geringsten Probleme.

Auch ein Besuch im Kennedy Space Center in Cape Canaveral stand für Müller bereits am Programm.
NOEN

Welche Höhepunkte gab es in den letzten Wochen?
Höhepunkte nach Los Angeles waren zweifellos die Durchquerung der Wüsten Arizonas und Texas. Die Riesenkakteen sind einfach faszinierend. Auch die Besichtigung von New Orleans war beeindruckend.