Mann drohte seiner Frau: „Ich erschieß‘ dich!“. Nicht zimperlich soll ein Mann mit seiner Frau umgegangen sein. Er gibt an, dass sie ihn geärgert hätte. Verhandlung wird vertagt.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 05. Dezember 2017 (05:27)
Symbolbild. Foto: kubicka/Shutterstock
kubicka/Shutterstock

Wegen leichter Körperverletzung und gefährlicher Drohung muss sich ein Mann (48) aus dem Bezirk am Landesgericht St. Pölten verantworten.

Im Dezember des Vorjahres soll er seine Ehefrau an den Oberarmen gepackt und dann gestoßen haben. Seine Frau, die er über eine Kontaktanzeige kennengelernt hat, hat eine Abschürfung am Ellbogen erlitten. „Ich war wütend, weil sie meine Post eingeheizt hat, darunter war auch ein wichtiger Erlagschein“, rechtfertigt sich der Mann.

Er sei dann ins Büro gegangen und habe Dokumente seiner Frau genommen. „Was ist, wenn ich die jetzt auch einheize?“, hat er seine Frau gefragt. Dann sei sie auf ihn zugestürmt und er habe sie weggestoßen, dabei sei sie gestolpert, gibt er an.

Kinder sollen alles mitbekommen haben

Auch einen zweiten Vorfall hat es gegeben. „Mein Mann hat gedroht, mich umzubringen“, sagt die Ehefrau aus. Gleich zweimal soll er gerufen haben: „Ich erschieß‘ dich!“ Sie habe große Angst gehabt, auch, weil ihr Mann, als Jäger, Gewehre daheim hätte. Die beiden gemeinsamen Kinder, fünf und sieben Jahre alt, sollen alles mitbekommen haben. „Ich kann nicht mehr sagen, was ich gesagt habe“, meint der Angeklagte. Er sei wütend gewesen, weil seine Frau seinen Sohn, der eine Operation hinter sich hatte, falsch behandelt hätte.

Bevor der Richter ein Urteil fällen kann, gibt der Angeklagte an, dass seine Frau mit einem anderen Mann SMS geschrieben hätte. Auch habe sie ihn wegen der leichten Körperverletzung erst sehr spät angezeigt, weil sie maximalen Profit aus einer Scheidung erzielen wolle. Sein Verteidiger legt außerdem eine Mitteilung in slowakischer Sprache vor, darin soll der Angeklagte in ein schlechtes Licht gerückt sein. „Warum geben Sie mir das erst jetzt? Das hätten wir schon lange vor dem Prozess übersetzen können“, ärgert sich der Richter. Er vertagt die Verhandlung auf Mittwoch, 6. Dezember.