Neue Kläranlage für Muckenkogel in Betrieb. 600.000 Euro kostete die Errichtung der Anlage nach dem Belebtschlammprinzip.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 14. August 2019 (03:06)
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Amtssachverständiger für Grundwasserhydrologie Georg Svoboda, Verhandlungsleiter Nikolaus Seitschek, Bürgermeister Wolfgang Labenbacher, Amtssachverständiger für Wasserbau Erich Radlbauer, Schriftführerin Elfriede Janker, Klärwärter Josef Voglauer, Klaus Kratzer von der Forstdirektion des Stiftes und Bernhard Zeininger beim durchströmten Bodenfilter.

Schon 2015 begannen die Planungen für die Abwasserentsorgungsanlage auf dem Muckenkogel. „Es hat aber gedauert, bis alle davon überzeugt waren“, berichtet Lilienfelds Bürgermeister Wolfgang Labenbacher. Nun erfolgte die Kollaudierungsverhandlung.

Die Kläranlage nach dem Belebtschlammprinzip wurde in der Nähe des Grünen Tores errichtet. Insgesamt wurden fast fünf Kilometer Ableitungen mit vier Energieumwandlungsschächten und fünf Belüftungs- und Spülschächten verlegt. Sechs Objekte wurden angeschlossen, darunter das Almgasthaus Billensteiner, die Lilienfelder Hütte, die Bergstation Muckenkogel und die Klosteralm. „Jedes Objekt hat ein Hauspumpwerk. Die Gastronomiebetriebe haben je zwei Pumpen“, erläutert Labenbacher.

„Es hat aber gedauert, bis alle davon überzeugt waren“

Insgesamt 600.000 Euro kostete die Umsetzung. Dabei wurde die Hauptlast von Bund und Land getragen, die Anrainer zahlen Anschlussgebühren. Notwendig wurde die Anlage, weil die zum Teil alten Senkgruben nicht mehr dem Stand der Technik entsprochen haben. „Dieses aus Umweltgründen notwendige Projekt wäre ohne Förderungen nicht möglich gewesen. Die Stadtgemeinde gewährte eine Subvention und ist mit der Sesselliftbergstation am Kanal angeschlossen.“