Polizeieinsatz beim Zahnarzt. Afrikaner rastete aus und verletzte zahnärztliche Assistentin.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 18. Juni 2018 (17:26)
Wohlmann
In der Ordination von Zahnarzt Erich Mayer rastete ein Gambier aus.  

„So etwas ist in unserer Ordination noch nie passiert“, kann es Irmtraud Mayer noch immer nicht fassen. Nicht alltägliche Szenen spielten sich am Montagvormittag in der Zahnarztpraxis ihres Gatten Erich Mayer ab.

Ein Mann aus Gambia, der wegen Zahnschmerzen die Ordination aufsuchte, rastete plötzlich aus. „Es war schon kurz vor dem Zusperren, als er ohne Voranmeldung zu uns kam“, erinnert sich Mayer, die in der Praxis ihres Mannes als zahnärztliche Assistentin tätig ist.

„Als er das Datenblatt zum Ausfüllen bekam, wollte er, dass ich dies für ihn vornehme. Das darf ich aber nicht“, sagt Mayer. In Folge hat er dann eine andere Patientin gefragt, ob sie dies für ihn vornehmen könne, doch auch sie verweigerte dies. Das erzürnte den 32-Jährigen Afrikaner, der in Lilienfeld lebt, sehr. Auch das Angebot, mit einer Begleitperson, die ihm beim Ausfüllen des Bogens behilflich sei, wiederzukommen, ließ er sich nicht beruhigen. „Er beschimpfte mich ordinär, zum Teil auf Englisch  mit Worten wie ,Bitch‘“, auch Arschloch musste ich mir gefallen lassen.

Dann knallte er  seine Ecard hin und verließ die Ordination“, so Mayer, die ihm schließlich folgte, um ihn die Ecard zu retournieren. „Ich ging ihm in Richtung Sozialzentrum nach. Als er verweigerte, die Ecard entgegenzunehmen, legte ich sie ihm auf den Boden und ging“, schildert sie weiter. Das scheint den Mann noch  mehr in Rage gebracht zu haben. „Plötzlich lief er mir nach. Ich gab Fersengeld, aber er holte mich ein und drückte mich gegen die Wand unseres Ordinationsgebäudes, wodurch ich am Arm verletzt wurde“, so Mayer.

Rot-Kreuz-Mitarbeiter eilte zur Hilfe

Ein Rot-Kreuz-Mitarbeiter, der zufällig in der Nähe war, eilte ihr zur Hilfe, sodass sie sich in die Praxis retten konnte. Zahnarzt Mayer rief sofort die Polizei. Der Gambier hatte in der Zwischenzeit die Flucht ergriffen, konnte aber nahe des Lilienfelder Bahnhofs angehalten werden. Der bereits amtsbekannte Mann wird angezeigt. Das Dentistenpaar möchte nun eine Kamera installieren. „Der gesellschaftliche Wandel zeigt sich immer mehr. Man muss da leider darauf reagieren“, meint Mayer und bringt es auf den Punkt: „So ein Verhalten ist einfach nicht tragbar!“