Reliquie beigesetzt: Kaiserzeit kehrte zurück

Erstellt am 14. Dezember 2016 | 05:20
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Beeindruckende Bilanz über das Wirken seines Großvaters Kaiser Karl zog Karl Habsburg (2. v. r.), im Bild mit Lilienfelds Vizebürgermeister Manuel Aichberger, Prior Pius Maurer und Bürgermeister Wolfgang Labenbacher (von links).
Foto: NOEN, Wohlmann
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Karl Habsburg erinnerte in Stiftskirche an die stetigen Bemühungen seines Großvaters Kaiser Karl um Frieden in einer Zeit, als der Zerfall der Monarchie besiegelt war.

In die Zeit der Monarchie fühlten sich wohl viele am Donnerstag bei der Festmesse im Stift Lilienfeld versetzt. Der Anlass: Schon vor längerer Zeit hat das Stift Lilienfeld von einem wichtigen Mitglied der Kaiser-Karl-Gebetsliga eine kleine Reliquie des seligen Kaisers Karl erhalten. Nach der Festmesse wurde diese im Altar bei der Josefikapelle beigesetzt.

„Dieses Jubiläum hat mit dem Thronwechsel vor 100 Jahren zu tun."

Warum dies gerade am 8. Dezember geschah, erklärt Prior Pater Pius Maurer vom Stift Lilienfeld: „Dieses Jubiläum hat mit dem Thronwechsel vor 100 Jahren zu tun. Kaiser Franz Josef starb am 21. November 1916 in Schönbrunn. Im gleichen Moment wurde sein Großneffe, der damalige Kronprinz, Erzherzog Karl von Österreich – auch ohne formelle Krönung – der neue Kaiser von Österreich.

Es war üblich, dass ein neuer Kaiser eine Reihe von Delegationen zu einem Antrittsbesuch empfing. Eine Delegation der niederösterreichischen Äbte, darunter auch jener aus Lilienfeld, wurde am 9. Dezember 1916 von Kaiser Karl in der Wiener Hofburg empfangen.“

„Er war ein Friedenskaiser!“

Ehrengast am Donnerstag war der Enkel von Kaiser Karl, Karl Habsburg. Er hob den Familiensinn seines Großvaters und dessen stetige Bemühungen für den Frieden, auch wenn der Zerfall der Monarchie nicht mehr verhindert werden konnte, hervor: „Er war ein Friedenskaiser!“ Außerdem erinnerte er an Pater Stephan Sommer vom Stift Lilienfeld, der sich viele Jahre in der Kaiser-Karl-Gebetsliga sehr engagiert hatte und mit der kaiserlichen Familie sehr verbunden war.