Prefa-Expansion unter Dach und Fach. Das Unternehmen für Alu-Dächer und -Fassaden mit Stammsitz in Marktl baut im St. Pöltner Süden ein neues Logistikcenter und Fertigwarenlager.

Von Max Steiner. Erstellt am 28. April 2021 (04:20)
Ein neues Logistikcenter und Fertigwarenlager errichtet Prefa ab Juni im Süden St. Pöltens.
Prefa, Prefa

Vom Süden St. Pöltens aus wird der Dach- und Fassaden-Spezialist ab Jänner 2022 seine Kunden in aller Welt beliefern. Das Unternehmen mit Stammsitz in Marktl errichtet ein neues Logistikcenter und Fertigwarenlager in St. Georgen. Auf dem vor rund zwei Jahren im Betriebsgebiet NOE Central erworbenen 80.000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht eine mehr als 8.000 m² große Halle mit angeschlossenen Büro-, Technik- und Sozialräumen. Der Spatenstich ist im Juni geplant.

Prefa expandiert in St. Pölten, freut sich Geschäftsführer Leopold Pasquali.
: Prefa/Croce & WIR, : Prefa/Croce & WIR

„Wir investieren in die Region, schaffen neue Arbeitsplätze und erweitern nachhaltig unser Unternehmen“, erklärt Prefa-Geschäftsführer Leopold Pasquali. 25 bis 30 neue Jobs wird es am neuen Standort geben. Aus Marktl werden laut Pasquali keine Arbeitsplätze in die Landeshauptstadt verlegt. 40 weitere Prefa-Mitarbeiter werken bereits seit dem Vorjahr in St. Pölten, auf dem Glanzstoff-Areal. „Dort gab es kurzfristig die Möglichkeit, die Produktion in Betrieb zu nehmen. Wir haben die alten Hallen umgestaltet und instand gesetzt“, berichtet der Geschäftsführer von Prefa, Teil der Unternehmensgruppe von Cornelius Grupp. In Marktl habe der Platz gefehlt, eine schnelle Lösung sei mit dem Bau im Süden nicht möglich gewesen.

Nachhaltiger Neubau, S 34 wichtiger für Marktl

In St. Georgen will Prefa nachhaltig expandieren. Zum Klimaschutz beitragen sollen beim neuen Firmengebäude Wasser-Wärmepumpen, eine Photovoltaik-Anlage am Dach, eine Vollausstattung mit LED-Lampen und E-Tankstellen für Mitarbeiter-Autos. „Regionalität und Nachhaltigkeit sind bei Prefa nicht nur Schlagworte, sondern ein klarer Auftrag“, betont Pasquali. Dass jetzt erst in St. Georgen gebaut werde, darauf hätten weder die Pandemie noch die Entscheidungen für die S 34 Einfluss gehabt. „Vom Bau der S34 sind wir immer ausgegangen“, meint Leopold Pasquali. Für den Standort in St. Pölten habe sie kaum Bedeutung. Größer sei die Bedeutung für den Sitz in Marktl: „Mittelfristig wäre es schön, wenn die S34 weitergeht bis Traisen. Das würde den Industriestandort aufwerten, wo neben Prefa und Neumann auch Georg Fischer und Voest angesiedelt sind.“

Ab nächstem Jahr ist der Hauptsitz, wo das Unternehmen ebenfalls mit der Erweiterung des Verwaltungsgebäudes ausgebaut hat, dann einer von drei Standorten von Prefa. Die Produktion in der Glanzstoff bleibt sicher in den nächsten Jahren. Mittelfristig sei aber der Standort im Süden eine Option. „St. Pölten Süd, mit Autobahnanschluss, ist ein gutes Gebiet, um früher oder später zu wachsen“, weiß Pasquali. Irgendwann könne es dann auch bei der Glanzstoff etwas „Intelligenteres geben, mit mehr Wohnungen und weniger Industrie.“