S 34: Flut an Unterschriften und Einsprüchen. Befürworter zählen 3.046 Unterschriften. Gegner waren nicht minder aktiv und haben fleißig Einwände gegen Projekt eingebracht.

Von Markus Zauner und Birgit Kindler. Erstellt am 07. Juni 2017 (05:33)
Kammerrat Roman Reitmayer und Landtagsabgeordneter Karl Bader (v. l.) präsentierenüber 3.000 Unterschriften proS 34.
NOEN, privat

Zufrieden zeigt sich Lilienfelds ÖVP-Bezirksparteiobmann Karl Bader mit dem Abschneiden der von den Schwarzen aus der Taufe gehobenen „Bürgerinitiative pro S 34“, die als Basis für die weiterführende B 334 von Wilhelmsburg bis Traisen gesehen wird. Insgesamt können Bader und Co. auf 3.046 Unterschriften für den Bau der S 34 verweisen. Das zeuge von der Wichtigkeit des geplanten Schnellstraßenprojektes, ist der ÖVP-Chef überzeugt.

Die Einspruchsfrist im Rahmen des UVP-Verfahrens ist indes zu Ende. Wie viele Einsprüche tatsächlich abgegeben wurden, kann man derzeit nicht genau sagen, heißt es aus dem Verkehrsministerium. „Denn auch auf dem Postweg können noch Einsprüche einlangen“, informiert Herwig Lamprecht vom Verkehrsministerium. Die genaue Zahl werde diese Woche feststehen.

Mehr als 100 Einsprüche

Unterm Strich dürften mehr als 100 Einsprüche sowie Unterschriftenlisten verschiedener Bürgerinitiativen eingetrudelt sein. Jedenfalls einen Einspruch getätigt haben die Gemeinden Ober-Grafendorf, wie SPÖ-Bürgermeister Rainer Handlfinger bestätigt, und Wilhelmsburg. In letzterer Kommune wurde der Einspruch von einer Bürgerbefragung abhängig gemacht.

„Für die S 34 gemeinsam mit der B 334 sind 1.376 und gegen die S 34 1.088 Personen“, informiert SPÖ-Bürgermeister Rudolf Ameisbichler. Bernhard Higer von „Stop.Transit.S 34“ hat ebenso einen Einspruch gemacht und 440 Unterschriften gesammelt — nur 200 wären notwendig gewesen, um eine Parteienstellung im UVP-Verfahren zu schaffen und Akteneinsicht nehmen zu können. Noch umtriebiger war die Initiative „s34-sinnlos.at“, die laut Sprecher Walter Heimerl 1.200 Unterschriften abgegeben hat.

Ob die Einsprüche den für 2019 geplanten Baubeginn der Traisentalschnellstraße verzögern können, ist noch nicht absehbar.

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