Todeskreuzung: Start für die Entschärfung. Diese Woche ist Baubeginn für Lichtsignalanlage an gefährlicher Eisenbahnkreuzung. Inbetriebnahme am 12. September.

Von Markus Zauner. Erstellt am 27. Juni 2017 (05:17)
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An der Baueinleitungsbesprechung nahmen Michael Bierbach, Walter Bretterbauer (beide ÖBB), Bürgermeister Wolfgang Labenbacher (von links), Manfred Buchsbaum, Walter Bilinsky (beide ÖBB), Mario Bauernfried (Firma Strabag), Martin Fröhlich (Firma Zelisko) und Daniel Simlinger (Strabag, alle nicht im Bild) teil.

Die Tragödie bleibt unvergessen: Raiffeisenbank-Mitarbeiterin Katharina Wiesbauer (33) ließ am 21. Mai 2015 bei der Bahnübersetzung am Habernreitweg in Marktl ihr Leben. Das Auto der Lilienfelderin war von einem herannahenden ÖBB-Triebwagen erfasst worden.

Die positive Nachricht: Im Rahmen einer Baueinleitungsbesprechung wurde der Start für die Entschärfung der aktuell nur mittels Verkehrszeichen gesicherten Kreuzung für diese Woche fixiert, bestätigt Bürgermeister Wolfgang Labenbacher. Die Inbetriebnahme der geplanten Lichtsignalanlage ist am 12. September vorgesehen. Kostenpunkt der Investition: rund 350.000 Euro.

Masten entlang der Strecke demontiert 

„Dass die gefährliche Kreuzung jetzt gesichert wird, ist ein wesentlicher Beitrag für mehr Verkehrssicherheit“, atmet der Ortschef auf. Er kennt auch die Details der Lichtsignalanlage: „Bei Herannahen eines Zuges wird für vier Sekunden gelbes Licht sein. Danach ist für 20 Sekunden Rotlicht gegeben. Die Stopptafel und der Hinweis ,Auf Pfeifsignal achten‘ werden entfernt. Das Andreaskreuz wird neu montiert, die Haltelinie ist zu erneuern.“

Und: „Vom Bahnhof Traisen beginnend, werden die notwendigen Leitungen in Betonhalbschalen verlegt. Auch die derzeit noch vorhandene Freileitung wird in den neu errichteten Schacht verlegt, sodass die Masten entlang der Strecke demontiert werden können“, ergänzt Labenbacher.