Christian Fischer: „Wir müssen mehr Präsenz zeigen“

Der frisch zum Lilienfelder SPÖ-Bezirksvorsitzenden gewählte Christian Fischer über seine ersten Amtshandlungen, Ziele und Ideen zur Stärkung der Sozialdemokratie.

Markus Zauner
Markus Zauner Erstellt am 13. Oktober 2021 | 04:23
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Christian Fischer (44) bekleidet nun das Ehrenamt des Lilienfelder SPÖ-Bezirksvorsitzenden. Er kündigt an: „Der Bezirksparteivorstand soll schlanker werden.“
Foto: Zauner

NÖN: Was sind Ihre ersten Amtshandlungen?

Christian Fischer: Ich will sämtliche Ortsparteien besuchen und speziell in den SPÖ-Minderheitsgemeinden meine Hilfe anbieten. In den Bürgermeistergemeinden möchte ich die Zusammenarbeit weiter verbessern, um gemeinsame Synergien zu schaffen. Außerdem soll das von der SPÖ Lilienfeld vor einigen Jahren angeschaffte Fahrzeug veräußert werden.

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Sie sind auch Vizeortschef und Gemeindebediensteter in St. Veit: Wird sich daran etwas ändern?

Ja, im Laufe des nächsten Jahres wird es zu Änderungen kommen. Näheres möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt geben. Die Funktion als Fraktionsobmann im St. Veiter Gemeinderat lege ich jedenfalls zurück, die Nachfolge ist geklärt.

Bei den Gemeinderatswahlen 2020 und bei der Nationalratswahl 2019 hat die SPÖ im Bezirk Stimmen verloren. Wie wollen Sie die Lilienfelder Sozialdemokraten wieder auf die Siegerstraße bringen?

Wir müssen wieder mehr Präsenz zeigen und zu den Leuten gehen. Ich will Betriebsbesuche – speziell in den größeren Firmen – forcieren, aber auch den kleineren Betrieben meine Hilfe anbieten und den Arbeitern wieder mehr Gehör schenken.

Was sind Ihre größten Ziele?

Die SPÖ im Bezirk gilt es zu stärken und die Bezirksparteiorganisation in dieser Form zu erhalten beziehungsweise personell aufzustocken. Das größte Ziel muss sein, ein überregionales Mandat für Lilienfeld zurückzugewinnen. Der Bezirksparteivorstand soll schlanker werden. Ziel ist auch die Gewinnung von jungen FunktionärInnen, die zusammen mit routinierten und erfahrenen FunktionärInnen gute Arbeit für den Bezirk leisten sollen. Die Mischung muss stimmen.

Wie wollen Sie mehr Jugendliche ansprechen?

In Zusammenarbeit mit den Ortsparteivorsitzenden sollen weitere Ortsgruppen der Sozialistischen Jugend und Jungen Generation gegründet werden. Momentan gibt es da Luft nach oben. Außerdem möchte ich bezirksweit spezielle Veranstaltungen für die Jugend organisieren.

Im Gegenzug: Wo hat die Sozialdemokratie im Bezirk Lilienfeld im Umgang mit der älteren Generation noch Verbesserungspotenzial?

Wir haben gut funktionierende Pensionistenverbände und eine ausgezeichnete Volkshilfe. Hier sind wir gut aufgestellt. In Zukunft kann ich mir als Ergänzung Zusammenkünfte mit der älteren Generation in der Bezirksparteizentrale in Lilienfeld gut vorstellen.