Muckenkogel: Grünes Licht für die Mountainbiker. Es ist fix: Haupt-Forststraße wird weitere fünf Jahre geöffnet. Jetzt darf ganzjährig geradelt werden.

Von Markus Zauner. Erstellt am 18. März 2020 (06:12)
Symbolbild
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Der noch ausstehende Beschluss durch den Gemeinderat ist nur ein Formalakt: Die Verträge zur Verlängerung des Mountainbike-Übereinkommens zwischen der Stadtgemeinde, dem Stift Lilienfeld und zwei weiteren Grundbesitzern sind unter Dach und Fach. Bis 31. Dezember 2024, also für weitere fünf Jahre, wird damit die Haupt-Forststraße auf den Muckenkogel zum Mountainbiken freigegeben.

Hinweistafeln mit Fair-Play-Regeln geplant

Eine Neuerung gibt es auch: Während bisher nur von März bis Oktober in die Pedale getreten werden durfte, ist die Mountainbike-Strecke künftig ganzjährig, also von 1. Jänner bis 31. Dezember, freigegeben, bestätigt Bürgermeister Wolfgang Labenbacher auf NÖN-Anfrage. Damit reagiere man auf die Erfahrungen der Vergangenheit. „Es hat sich gezeigt, dass besonders im November die Strecke ohne jeglichen Schnee und somit auch gut befahrbar war“, weiß der Ortschef.

Ansonsten bleibe im Wesentlichen alles wie bisher. Auf Ersuchen der Grundbesitzer sollen lediglich weitere Hinweistafeln mit den Mountainbike-Fair-Play-Regeln angebracht werden.

„Das Ziel ist das Schaffen des Bewusstseins, dass nicht offizielle MTB-Strecken auch nicht befahren werden dürfen. In diesem Zusammenhang ersuchen wir alle Mountainbiker, nur die erlaubten Strecken zu befahren. Wir sind den Grundbesitzern als Gemeinde mit dem Übereinkommen im Wort, dass wir auf die Einhaltung der Fair-Play-Regeln gemeinsam achten werden“, appelliert Labenbacher.

Ortschef erwartet sich Gästesteigerung

Zum größten Teil werden die Vorschriften auch eingehalten, bestätigt der Bürgermeister: „Das hat die Erfahrung gezeigt, die Hüttenwirte waren auch verlässliche Partner in dieser Sache. Weil die Strecke ganzjährig befahren werden darf, haben wir in die Fair-Play-Regeln auch aufgenommen, dass keine Schneeräumung und Sandstreuung erfolgt.“

Der Ortschef glaubt durch die Vertragsverlängerung an Besucherzuwächse: „Mit dieser tollen, fordernden Strecke haben wir ein überaus gutes Angebot. Da das Mountainbiken zunimmt, erwarte ich mir eine Steigerung bei den Gästen.“

Ähnlich sieht das Vizebürgermeister Manuel Aichberger: „Auch in meiner Funktion als Obmann des Tourismusverbandes Traisen-Gölsental freue ich mich sehr über die attraktiven Bikemöglichkeiten am Berg. Der Muckenkogel verfügt mit seiner Topografie schon über ein Alleinstellungsmerkmal, das zur Erschließung von Biker- und Downhillstrecken geradezu einlädt. Ich hoffe, dass dadurch auch vermehrt auswärtige Gäste in die Region gelockt werden.“

Apropos Downhillstrecke: Dieses Zukunftsprojekt am Berg (NÖN/09) ist von der Vertragsverlängerung für die Freigabe der Haupt-Forststraße nicht betroffen. Die genaue Route muss hier erst festgelegt werden. Wobei Vizeortschef Manuel Aichberger betont: „Das Wichtigste im Zusammenhang mit der Vertragsverlängerung und all den geplanten Neuerungen ist jedenfalls die unbedingte Einhaltung der Mountainbike-Fair-Play-Regeln. Diese ist letztlich der Garant dafür, dass es überhaupt immer wieder zu Verlängerungen des Angebotes kommen kann.“