420.000 Gäste fuhren 2021 mit der Mariazellerbahn

Erstellt am 17. Januar 2022 | 05:12
Lesezeit: 3 Min
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Auch heuer setzt die Mariazellerbahn auf Angebote für Pendler.
Foto: NÖ Bahnen/Wegerbauer
Niederösterreich Bahnen setzen weiter auf klimafreundliches Reisen in der Region.
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„Im Vergleich zu 2019, dem fahrgaststärksten Jahr bisher mit 579.000 Fahrgästen, ein gutes Jahr“, stellt NÖ-Bahnen-Sprecherin Katharina Heider-Fischer fest. 420.000 Kunden nutzten im Vorjahr die Mariazellerbahn. Der geringe Rückgang sei der Pandemie geschuldet. Das stärkste Monat 2021 war der September mit etwas mehr als 58.000 Fahrgästen.

2021 nahmen die NÖ Bahnen eine Reihe an Modernisierungsmaßnahmen vor. Im Fokus standen Sicherheit und Komfort für die Gäste. Auf vier Streckenabschnitten, so im großen und kleinen Eisbergtunnel zwischen St. Pölten Hauptbahnhof und Alpenbahnhof auf einer Länge von 550 Metern, im Bereich Matzersdorf auf einer Länge von 750 Metern, zwischen Hofstetten-Grünau und Mainburg auf einer Länge von 1.550 Metern und knapp vor Rabenstein auf einer Länge von 450 Metern wurde der Oberbau saniert. Bei Rabenstein wurde die Fahrleitungsanlage komplett erneuert.

Ebenso stand die Sanierung von sechs Eisenbahnkreuzungen an. „Im Bereich von Geh- und Radwegen wurden Spurrillenfüller eingebaut, wodurch die Stolper- und Sturzgefahr reduziert wird“, erklärt Heider-Fischer. Auf der Matzersdorfer Brücke, auf der Lassing-Kienbach-Brücke sowie auf der Kienbach-Klaus-Brücke wurden die Holzschwellen durch ein langlebigeres, innovatives Produkt aus faserverstärktem Kunststoff ersetzt.

2022 werden vier weitere Eisenbahnkreuzungen erneuert, ebenso erfolgt im Zuge der Sanierung in einem Fall ein Neubau von vier Durchlässen. Besonders im Fokus steht die Wildunfallprävention: Im Streckenabschnitt Schwadorf-Völlerndorf wurde in Zusammenarbeit mit dem Projektpartner „Capreolus“ eine innovative Wildwarnanlage installiert mit dem Ziel, Wildunfälle zu vermeiden. „Wegen des großen Erfolgs wird das Projekt im ersten Halbjahr 2022 auf weitere Streckenabschnitte mit hohem Wildwechsel ausgeweitet“, so Heider-Fischer.

Die Vorerhebungen und Planungen dazu laufen. Nachhaltige Energie steht überdies im Fokus: Die erste Photovoltaikanlage auf einem Gebäude der NÖ Bahnen ist beim Umformerwerk Klangen geplant. Dieses hat eine zentrale Rolle bei der Energieversorgung der Mariazellerbahn inne, da hier EVN-Strom zu Bahnstrom umgewandelt wird. „Durch die Photovoltaikanlage soll direkte Einspeisung in den Bahnstrom ermöglicht werden“, erklärt Heider-Fischer.

Pendler dürfen sich freuen: Es verkehren ab 5. September neue Frühzüge an Werktagen (außer Samstag), ab Laubenbachmühle um 4.09 Uhr und 6881 ab St. Pölten um 5.35 Uhr.

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