Sechs Millionen Euro investiert. Trotz 32 Prozent weniger Fahrgäste im Vorjahr blickt Dienststellenleiter Anton Hackner positiv in die Zukunft. Ski-Kombi-Tickets sollen jetzt Wintersaison ankurbeln.

Von Büro Lilienfeld. Erstellt am 05. Januar 2021 (08:51)
Die Mariazellerbahn.
Niederösterreich Bahnen

Das Corona-Jahr 2020, ein herausforderndes Jahr, auch für die Niederösterreich Bahnen, Betreiber der Mariazellerbahn. Dennoch: 400.000 Fahrgäste nutzten im Vorjahr die Bahnstrecke zwischen St. Pölten und Mariazell. „Das ist aber ein Rückgang von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, rechnet Mariazellerbahn-Dienststellenleiter Anton Hackner vor.

Der Ausfall an Kunden zeigt sich klar im Bereich der touristischen Angebote: „Es ist schade, dass wir unseren Kunden nicht den gewohnten Umfang bieten konnten. Die Sicherheit der Fahrgäste und Mitarbeiter hat aber immer oberste Priorität.“ Erfreulich: Die meisten Fahrgäste hätten sich an die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen gehalten, nur hin und wieder sei ein Hinweis oder Eingreifen der Schaffner von Nöten gewesen.

Trotz Lockdown gab es aber keinen Stillstand. „Wir haben es trotz Corona-Krise geschafft, Modernisierungsmaßnahmen im Umfang von rund sechs Millionen Euro umzusetzen“, führt Hackner aus. Im Frühjahr wurde eine der größten und anspruchsvollsten Baustellen abgewickelt: die Gleisneulage auf einem 1,8 Kilometer langen Abschnitt zwischen Gösing und Annaberg-Reith. Hinzu kamen Arbeiten an der Oberleitung, die Modernisierung des Bahnhofs Weinburg, Arbeiten bei Eisenbahnkreuzungen, ein Weichentausch in St. Pölten Hauptbahnhof und weitere Instandhaltungsmaßnahmen. 2021 wird weiter modernisiert.

Neu ist heuer das Ski-Kombiticket „Autofreier Winterspaß“. Dieses beinhaltet: Tagesskipass für Gemeindealpe Mitterbach, Annaberger Lifte und Mariazeller Bürgeralpe, Hin- und Retourfahrt mit der Himmelstreppe, Sitzplatzreservierung, Transport der Ausrüstung, Fahrt mit dem LUP-Bus in St. Pölten sowie ein Ski-Shuttle.