Südrand in Traisen: „Draht zu Jungen halten“. Südrand, die mobile Jugendarbeit Traisen, bietet auch im Lockdown Hilfe an. Nur so könne man unterstützend, aufklärend und präventiv wirken, so die Leiterin.

Von Markus Zauner. Erstellt am 15. November 2020 (03:18)
Aufgrund der Verordnung, mit der besondere Schutzmaßnahmen gegen die Covid-19-Verbreitung getroffen wurden, sind Angebote außerschulischer Kinder- und Jugendarbeit unter den in der Verordnung genannten Voraussetzungen erlaubt. Lyana Ioana Borza nutzt den Raum der mobilen Jugendarbeit Traisen, um ihr Distance Learning zu erledigen.
Südrand

Themen, die junge Menschen gerade beschäftigen, seien vor allem der zweite Lockdown, Ausbildung und Zukunftsperspektiven sowie der Anschlag in Wien, weiß Barbara Rieder, die fachliche Leiterin von Südrand – mobile Jugendarbeit Traisen und Streetwork Pielachtal.

„Gerade jetzt ist es wichtig, den Draht zu den jungen Menschen zu halten, denn nur so können wir unterstützend, aufklärend und präventiv in dieser bewegenden und bewegten Zeit wirken. Als offene Jugendarbeit sind wir ein Ort des informellen und nonformalen Lernens sowie der Gesundheitsförderung“, betont Rieder. Südrand hält daher auch das Angebot im Lockdown aufrecht. Möglich mache das eine Ausnahmeregelung des Bundesministeriums für Arbeit, Familie und Jugend, das die offene Jugendarbeit auch im aktuellen Lockdown gestatte, so Rieder. Das wissen freilich nicht alle Bewohner. „Wir waren damit konfrontiert, dass besorgte Bürger während des offenen Betriebs die Polizei geholt haben. Wir haben volles Verständnis dafür und konnten im Austausch mit den Beamten klären, dass unsere Angebote im Einklang mit den Bestimmungen der involvierten Ministerien sowie dem Land Niederösterreich, Abteilung Kinder- und Jugendhilfe, ablaufen“, schildert Rieder. Trotz der bestehenden Corona-Maßnahmen könne im Rahmen der offenen Jugendarbeit viel geleistet werden – vom „offenen Ohr“ bis hin zur Lernunterstützung oder Hilfestellung bei der Arbeitssuche.

„Wir waren damit konfrontiert, dass besorgte Bürger während des offenen Betriebs die Polizei geholt haben.“ Barbara Rieder, Südrand

Wer weitere Fragen hat, dem steht Barbara Rieder für Antworten zur Verfügung: 0699/11480825. Informationen auch im Internet unter www.suedrand.at