Großer Umbau im Salzerbad in Kleinzell. Ab 1. Juni werden in erstem Schritt 64 Zimmer des Gesundheitsresorts erneuert.

Von Red. Lilienfeld. Erstellt am 31. März 2021 (04:35)
Sandra Kovar (Therapieleitung) Direktor Ludwig Staller und Nicole Streif (Rezeptionistin, von links) präsentieren die Umbaupläne für das Gesundheitsresort Salzerbad.
OptimaMed, OptimaMed

Während für Kurzentschlossene zur Zeit trotz Corona die Möglichkeit besteht, eine viertägige Frühlingskur im Gesundheitsresort Salzerbad zu verbringen, werden in einem Teil des Hauses bereits die ersten Zimmer für den großen Umbau geräumt.

Am 1. Juni ist es dann so weit: Das Kurhaus schließt für drei Monate seine Pforten.  ,,In einem ersten Schritt stellen wir 64 Zimmer fertig und erneuern auch den Therapiebereich komplett“, berichtet Direktor Ludwig Staller. Die Zimmer im Österreichhaus und im Holländerhaus werden vergrößert und praktisch „entkernt“, Leitungen und Badezimmer herausgerissen und erneuert. „Wir gestalten die Zimmer schön und angenehm, damit sie den Bedürfnissen des heutigen Kurgastes entsprechen. Zwei Drittel unseres Hauses werden so im Laufe eines halben Jahres komplett generalsaniert. Jetzt haben wir 143 Zimmer, nachher werden es nur mehr 117 sein“, präzisiert Staller.

„Wir sind froh, dass das Kurhotel bald in neuem Glanz erstrahlen soll!“ Bürgermeister Reinhard Hagen

Im Bereich der Sonnenterrasse, einem bis jetzt brach liegenden Areal vor dem Haus, lässt die Betreibergesellschaft OptimaMed einen neuen Fitnessbereich errichten. 

Die Umbauarbeiten werden, wenn alles nach Plan verläuft, bis Ende 2021 dauern. Dennoch sollen bereits im September wieder Gäste ins Haus können. Jener Trakt der Anlage, der am besten erhalten ist, wird lediglich mit neuem Mobiliar und Teppichen ausgestattet und ist dann wieder bezugsfertig.

3,5 Millionen Euro werden investiert

„An der Innenausstattung wurde im Kurhotel immer wieder etwas erneuert, aber größere Umbauarbeiten in der Kuranstalt liegen bereits an die 30 Jahre zurück“, verdeutlicht Direktor Staller den dringenden Bedarf der umfassenden Modernisierung. Das Investitionsvolumen für die Sanierung beträgt rund 3,5 Millionen Euro. „Diese Maßnahmen waren schon länger geplant“, bestätigt OptimaMed-Sprecherin Katrin Gastgeb. Aufgrund der Abstands- und Sicherheitsregeln betreue man derzeit weniger Gäste im Haus. Allerdings blickt sie optimistisch in die Zukunft. „Nach dem ersten Lockdown 2020 lief der Kurbetrieb langsam an. Mittlerweile denken die Menschen wieder mehr an die wichtigen Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge und haben Vertrauen, dass sie die Gesundheitsvorsorge Aktiv und die Kur bei uns sicher absolvieren können. Gerade in belastenden Zeiten ist es wichtig, auf sich zu schauen und Körper und Geist zu stärken“, betont Gastgeb.

Nach über einem Jahr Pandemie seien die Schutz- und Hygienemaßnahmen für das Team zur Selbstverständlichkeit geworden. „Die Testungen tragen zur Sicherheit der Kurgäste und der Mitarbeiter bei“, weiß die OptimaMed-Sprecherin.

Hocherfreut über die bevorstehenden Sanierungsarbeiten zeigt sich Kleinzells Bürgermeister Reinhard Hagen: „Als Gemeinde sind wir natürlich glücklich und froh, dass der Standort nicht nur erhalten bleibt, sondern bald in ganz neuem Glanz erstrahlen soll!“