St. Veiter Milchhof setzt auf Glasverpackungen. Milchhof setzt bei Verkauf auf Glasverpackungen. Diese verschwinden immer öfter. Schwund soll nun zum Umdenken anregen.

Von Corina Berger. Erstellt am 29. Januar 2020 (04:33)
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Seit nunmehr drei Jahren gibt es beim Milchhof Pfeiffer Frischmilch, Bauerntopfen und Joghurt zu kaufen. Und das nur im Glas, setzte der Betrieb aus dem Wiesenbach doch schon von Beginn an auf die umweltfreundliche Alternative. Damit dieses Konzept aber auch funktioniert und der Umwelt wirklich etwas Gutes getan wird, müssen die Flaschen auch verlässlich wieder retour kommen. Und das sei nicht immer der Fall: „Im letzten Jahr mussten wir 9.000 Glasflaschen neu ankaufen, da sie einfach nicht mehr zurückkamen. Und das ist für solch einen kleinen Betrieb wie unseren, ganz schön viel“, schildert Pfeiffer.

Beliefert werden neben Privatpersonen und Handelsstellen aus der näheren Umgebung auch Abnehmer im städtischen Bereich. Und hier läge auch das Problem: Den Kunden dort fehle oftmals der regionale Bezug. Sie kaufen zwar umweltbewusst ein, vergessen dann aber oftmals den weiten Weg der Flaschen und schmeißen diese dann weg. Bis aber eine der Flaschen ihren Zweck für die Umwelt wirklich erfülle, müsse sie mindestens 30 Mal zum Milchhof zurückkommen. „Ansonsten könnte man die Milch auch gleich in eine recycelbare PET-Flasche einfüllen“, informiert Pfeiffer und verweist darauf, dass neben dem Transport auch die zeitintensive Reinigung und Aufbereitung miteingerechnet werden muss. Deshalb wünsche man sich in Zukunft mehr Verständnis, man wolle auch weiterhin auf Glas setzen.