Kleinzell trauert um Ehrenbürger Thalhammer. Karl Thalhammer ist im 92. Lebensjahr verstorben. Der Lehrer engagierte sich in zahlreichen politischen Funktionen, 22 Jahre wirkte er als ÖVP-Bürgermeister in Kleinzell.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 27. Mai 2020 (04:20)
Ehrenbürger Karl Thalhammer ist am 18. Mai verstorben.
Pixabay (Hintergrund bzw. NÖN-Archiv

„Mit Altbürgermeister und Ehrenbürger Karl Thalhammer verliert Kleinzell einen treuen Wegbegleiter und einen jahrzehntelangen Mitgestalter in der Gemeinde, am Gemeindeleben, an vielen Kleinzeller Institutionen und Vereinen sowie einen ganz persönlichen Freund vieler Kleinzellerinnen und Kleinzeller“, würdigt ÖVP-Bürgermeister Reinhard Hagen die Verdienste des Verstorbenen.

Ehrenbürger Karl Thalhammer ist am 18. Mai verstorben.
NÖN-Archiv

Die Trauer in der Gemeinde ist groß: Karl Thalhammer verstarb nach einem erfüllten Leben am 18. Mai. Zu Silvester 1928 geboren, war der gebürtige Kleinzeller mehrere Jahrzehnte lang politisch aktiv.

22 Jahre wirkte er als ÖVP-Bürgermeister in Kleinzell. In seiner Amtszeit wurden wesentliche Schritte im Straßenbau, der Wasserversorgung oder bei der Errichtung des Mehrzweckhauses gesetzt, das Kleinzeller Wappen eingeführt sowie eine intensive Gemeindepartnerschaft zum oberösterreichischen Kleinzell im Mühlkreis aufgebaut. Bei Vorhaben der Kleinzeller Feuerwehr war er unterstützend tätig und auch das kulturelle Leben wurde gefördert.

Großes Engagement zeigte Karl Thalhammer zudem in seiner Tätigkeit als Lehrer im Ort, Bezirk und im Pielachtal. Die Erhaltung der Schule in Kleinzell war ihm ein Herzensanliegen. Zudem wirkte er im Kirchenchor Kleinzell und im Männerchor des Gölsentales. Weiters war er als Obmann des Gemeindeverbandes des Krankenhauses Lilienfeld tätig. Anlässlich seines 90. Geburtstages wurde ihm die goldene Ehrennadel der Gemeinde Kleinzell und die Ehrenmitgliedschaft der Bergrettung Kleinzell verliehen.

Karl Thalhammers großes Wissen um die Gemeinde, historische Ereignisse oder Mitbürger aus vergangenen Jahrzehnten hätten die Zusammentreffen bereichert, weiß Ortschef Hagen. Und: „Es war schön, ihn als Freund und Wegbegleiter gekannt zu haben. Die wichtigen Spuren, die er in Kleinzell hinterlassen hat, werden ihn unvergessen machen und unsere Dorfgemeinschaft auch in Zukunft begleiten“, so Hagen.

Die Bevölkerung hatte am Samstag die Gelegenheit, sich in der Aufbahrungshalle Kleinzell zu verabschieden. Der Trauergottesdienst wird zu einem späteren Termin in der Pfarrkirche Kleinzell stattfinden. Das Begräbnis fand aufgrund der behördlichen Covid-19-Vorgaben im engsten Familienkreis statt.