Millionenprojekt: Erste Etappe fertig. Nur noch Restarbeiten an der Westansicht, hohe Kosten wegen Dachstuhl. Sanierung der Nordfassade folgt 2017.

Erstellt am 21. September 2016 (05:35)
Zauner
Die Westfassade des Stiftes Lilienfeld erstrahlt in neuem Glanz.

,,Zweieinhalb bis drei Millionen Euro waren geplant, jetzt wird die Sanierung über drei Millionen Euro ausmachen“, rechnet Pater Raymund Vidonya, der Hauptökonom und Bauamtsleiter des Stiftes Lilienfeld, vor. Zurückzuführen ist die Kostenexplosion der Fassadenerneuerung im Stift Lilienfeld auf unerwartet große Dachstuhlschäden, die beim Start der Sanierung im Frühjahr 2015 entdeckt worden waren.

Die Arbeiten selbst liegen erfreulicherweise weitestgehend im Zeitplan, bestätigt Pater Raymund. Westfassade und Südturm des Stiftes erstrahlen bereits großteils in einem frischen Gelbton, die Restarbeiten in diesem Bereich sollen in den nächsten Wochen finalisiert werden. Fix und fertig ist die ebenfalls mitsanierte Decke des Kaisersaals, wobei der Bauamtsleiter die gute Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Lilienfeld unterstreicht.

„Wir sind gespannt, in welchem Ausmaß hier wieder Schäden sichtbar werden.“

Pater Raymund Vidonya, Hauptökonom und Bauamtsleiter des Stiftes Lilienfeld

Die Fortführung des Millionenprojektes soll nach der Winterpause im Frühjahr 2017 erfolgen. Konkret sieht die zweite Etappe die Erneuerung der Nordfassade inklusive Nordturm vor. Über 80 Fenster wurden im Rahmen des ersten Sanierungsabschnittes getauscht, rund 40 werden es nächstes Jahr sein, weiß Pater Raymund.

Der Zustand des Dachstuhls im Nordtrakt könnte erneut Überraschungen bringen. „Wir sind gespannt, in welchem Ausmaß hier wieder Schäden sichtbar werden“, so der Bauamtsleiter. Mit dem schwierigen Eingerüsten des Nordturms, der sich direkt neben dem Teich erhebt, wartet jedenfalls schon die nächste Herausforderung auf die Arbeiter.

Die letzte Sanierung der beschriebenen Fassadenbereiche stammt aus den 1970er-Jahren. Pater Raymund: „Vor der Landesausstellung 1976 wurden größere Schäden ausgebessert.“

Die Erneuerung der Nordfassade, die im selben Gelbton wie die Westansicht gehalten wird, soll im Laufe des kommenden Jahres auch noch abgeschlossen werden.