Hilfe bei Schmerzen. Facharzt Alexander Kober bietet in seinen Ordinationsräumlichkeiten physikalische Schmerzmedizin an. Ziel sei die Reduktion der Medikamenteneinnahme.

Von Gabi Zeller. Erstellt am 19. April 2019 (04:12)
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Für die Schmerzbehandlungen schaffte Alexander Kober einige neue Geräte an.

Mit Anfang April eröffnete Universitätsdozent Alexander Kober in den Räumen seiner Krankenkassenordination in St. Aegyd eine neue Einrichtung für Physikalische Schmerzmedizin. „Wann immer es gelingt, mithilfe maschineller physikalischer und physiotherapeutischer Maßnahmen Schmerzen zu lindern, kann der Patient die Einnahme von Medikamenten reduzieren und bei positiven Verlauf ganz auf Schmerzmedikation verzichten“, hebt Facharzt Kober hervor.

Physikalische Schmerzmedizin habe bei chronischen und akuten Schmerzzuständen als wichtigstes Ziel die Rehabilitation aus dem Schmerz. „Schmerzspitzen werden verringert, die Schmerzstärke gesenkt und vor allem gilt es die schmerzauslösenden Entzündungen und Nervenschäden im Gewebe zur Abheilung zu bringen“, führt Kober aus und weist auf den modernen, neu angeschafften Gerätepark hin. Neben klassischen physikalischen Verfahren aus der Schmerzmedizin wie Schwellströmen bei Gelenksbeschwerden, Elektrostimulation bei Muskelschmerzen und Ultraschalltherapie bei Nervenschmerzen kommen die beiden neuesten Verfahren der Schmerzmedizin zum Einsatz: Stoßwellentherapie und Laser. Sie sollen Entzündungen im Gewebe lindern und das beschädigte Gewebe zur Zellregeneration anregen.

Die in der Ordination Kober für Schmerzmedizin mitverantwortliche Heilmasseurin Xenia Gatter weiß: „Bei muskulären Beschwerden, aber auch bei von den Nerven ausgehenden Schmerzzuständen lässt sich mit gezielten Massagetechniken oft Erfolg erzielen. Wir freuen uns, dass medizinische Heilmassage bei uns mit E-Card ohne vorherige Bewilligung durch Krankenkassen möglich ist. Damit haben Schmerzpatienten im ländlichen Raum schnell und unbürokratisch Zugang zur Schmerzlinderung.“ Um Wartezeiten zu vermeiden, wird für die Schmerztherapie um Voranmeldung sowie um die Mitnahme der E-Card ersucht.