Das bringt der neue Fahrplan für den Bezirk Lilienfeld. Schülerzug von St. Pölten nach Hainfeld erhält in Traisen um 7.34 Uhr Anschluss aus Lilienfeld. Politiker reagieren unterschiedlich.

Von Markus Zauner. Erstellt am 25. Oktober 2016 (05:48)
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Mit 11. Dezember tritt der neue ÖBB-Fahrplan in Kraft, der eine Änderung im Bezirk parat hält.

Alles neu macht der 11. Dezember bei den ÖBB. Da tritt der neue Fahrplan in Kraft, der in der Vorwoche präsentiert wurde.

Auf der Traisentalbahn kommt es laut ÖBB lediglich zu einer Änderung: Der Schülerzug 6606 von St. Pölten nach Hainfeld wird ab Traisen in Taktlage gelegt und erhält so einen Anschluss aus Lilienfeld. Konkret fährt der R 6606 in Traisen mit Inkrafttreten des neuen Fahrplans um 7.34 Uhr ab — statt aktuell um 7.27 Uhr. Die Lage zwischen St. Pölten und Traisen bleibt nach Angaben der Bundesbahn unverändert.

Während die ÖBB weiters betonen, dass die aktuellen Fahrplanadaptierungen auf „Basis eines stabilen Taktfahrplanes mit optimalen Umstiegen“ erfolgen, fallen die Reaktionen der drei Abgeordneten aus dem Bezirk Lilienfeld unterschiedlich aus.

Thumpser und Bader orten guten Fahrplan

Für Landtagsabgeordneten Herbert Thumpser (SP) „passt der Fahrplan.“ Die Änderung beim morgendlichen Schülerzug sei auf Vorschlag von Hainfelds SP-Vizebürgermeister Andreas Klos erfolgt. „Dadurch können Passagiere nun von Lilienfeld nach Hainfeld fahren“, freut sich Thumpser.

In eine ähnliche Kerbe schlägt Thumpsers VP-Pendant Karl Bader: „Mit dieser kleinen Änderung wurde laut VOR einem Wunsch der Region entsprochen. Jetzt kann jedenfalls vermieden werden, dass sich (wie bisher) bei kleinen Verspätungen die Züge in Sichtkontakt befanden, aber kein Umstieg möglich war.“ Insgesamt dürfte der neue ÖBB-Fahrplan „gut gelungen sein“, konstatiert Landtagsabgeordneter Bader.

Hafenecker spricht von Minimundus-Änderung

Scharfe Kritik kommt hingegen von Nationalratsabgeordnetem Christian Hafenecker (FP): „Einen einzigen Zug in Traisen um sieben Minuten später wegfahren zu lassen, ist alles andere als ein großer Wurf und bringt nur sehr wenigen Bürgern etwas, sofern diese überhaupt noch Zugang zur Bahn haben. Denn durch die Zusperrorgie bei den Bahnstrecken haben ÖBB und Land NÖ den öffentlichen Verkehr in unserem Bezirk schon derartig ruiniert, dass neue Fahrpläne die Hälfte der Bezirksbevölkerung gar nicht mehr betreffen.“ Hafenecker spricht von einer „Minimundus-Fahrplanänderung“, die als „Hohn“ zu bezeichnen sei.

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