Seegasthaus: Wirt plant Fortführung. Dominik Kogler möchte als Pächter des Restaurants 2020 weitermachen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 12. November 2019 (05:45)
Auf Kontinuität im Wienerbrucker Lokal will Wirt Dominik Kogler setzen.
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Zweimal warfen bereits nach nur einer Saison die Pächter des Restaurants im Naturparkzentrum Ötscher-Basis in Wienerbruck das Handtuch.

Dominik Kogler, der heuer das Ruder übernommen hat, hat zu Saisonschluss indes andere Absichten mit dem Seegasthaus. „Es spricht grundsätzlich nichts dagegen“, befürwortet er eine Fortführung und blickt auch zufrieden auf die vergangenen Monate zurück.

Dass Einheimische wieder vermehrt das Lokal besucht hätten, ist für Kogler ein weiterer Punkt, auf „Kontinuität“ zu setzen. Abgesehen vom Konzert mit der Band „Opfekompott“ ist nun bis zur Hegeschau im März nächsten Jahres geschlossen. Der reguläre Betrieb soll dann wieder ab Mai 2020 erfolgen.

Naturpark-Team war auf Exkursion in Tirol

Organisiert vom Naturpark Ötscher-Tormäuer besichtigten indes 14 Interessierte der Region den größten Naturpark Österreichs – den Naturpark Karwendel in Tirol. „Ziel war es, Eindrücke zu sammeln und neue Inputs für das eigene Handeln mit nach Hause zu nehmen“, berichtet Florian Schublach vom Naturpark Ötscher-Tormäuer.

Besucht wurden unter anderem der Naturparkeingang Halltal in Absam, wo Bürgermeister Arno Guggenbichler von seinen positiven Erfahrungen mit dem Naturparkmanagement berichtete. In Scharnitz schaute man sich eine touristische Einrichtung an, in welcher der Naturpark das Thema des Holztriftens aufbereitet hat. „Auf dem Areal wurde der Freibereich gemeinsam mit der Naturparkschule Scharnitz geplant und in rund 1.000 freiwilligen Stunden der Eltern gebaut“, schildert Schublach. So entstand ein naturnaher Spielbereich, der sowohl von Einheimischen als auch von Gästen genutzt werden kann.

Anregungen in Orten und bei Betrieben im Naturpark Karwendel in Tirol holten sich die interessierten Ausflügler des Naturparks Ötscher-Tormäuer um Florian Schublach (8. v. r.).
Naturpark Ötscher-Tormäuer

Ein Höhepunkt war weiters das Treffen mit den beiden Gründern von „Zapfenstreich“, Michael Moser und Max Obergruber, die sich der Produktion von Latschenlikör widmen. Die Zapfen werden im Naturpark geerntet und rund zwei Prozent des Umsatzes gehen für Schutzprojekte an den Naturpark zurück. Ebenso wurden der Bauernladen der Familie Gallrauner in Tulfes und die Produktionsstätte Weberhof in Mils besichtigt. Die beiden Familien setzen, unter unterschiedlichen Voraussetzungen, stark auf Abhofverkauf von eigens produzierten Lebensmitteln. In beiden Betrieben können jeweils vier Personen im Vollerwerb von den Erträgen des Hofes leben.

„Die beiden Naturparkregionen sind aufgrund ihrer Lage nur schwer zu vergleichen, aber es ist wichtig, über den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen. Ich bin mir sicher, dass ich für meine Arbeit im Dorfresort Mitterbach etwas aus der Exkursion mitgenommen habe“, meint Monika Enne aus Mitterbach.

Der Naturpark Karwendel ist vor allem in den Bereichen Schutz und Erholung österreichweit immer wieder ein Vorreiter. „Für uns als Naturparkmanagement ist es wichtig zu sehen, wie andere Kollegen mit Herausforderungen umgehen“, betont Florian Schublach.