Top-Auszeichnung für Kaumberger Künstlerin Hornek

Katrin Hornek freut sich über den hochkarätigen Otto Mauer-Preis. „Eine sehr große Wertschätzung meiner Arbeit“, betont die Künstlerin.

Erstellt am 26. November 2021 | 05:22
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Die 38-jährige Katrin Hornek freut sich über den begehrten Otto Mauer Preis.
Foto: Eva Engelbert

Zum 41. Mal vergibt der Otto Mauer Fonds der Erzdiözese Wien heuer den mit 11.000 Euro dotierten gleichnamigen Preis – für das gesamte bisherige Werk einer Künstlerin oder eines Künstlers unter 40 Jahren. Erfreulich aus Bezirkssicht: Der seit 1981 vergebene und international hochgeschätzte Preis, den in jungen Jahren auch heute weltbekannte Künstler wie Erwin Wurm oder Franz West eingeheimst haben, geht an die in Kaumberg aufgewachsene Katrin Hornek.

„Eine sehr große Wertschätzung meiner Arbeit, das freut mich wahnsinnig“, zeigt sich die 38-Jährige im NÖN-Gespräch angetan.

Horneks künstlerische Praxis überzeugte die hochkarätige Jury, da sie in einer unverkennbaren Formensprache auf vielgestaltige Weise das Anthropozän hinterfragt. „Jenes Zeitalter, das entscheidend von den Eingriffen des Menschen und dessen kapitalistisch getriebenen Aktivitäten geprägt ist, was tiefgreifende Veränderungen der Ökosysteme zur Folge hat“, so die Jury.

Repertoire von Fotografien bis zu Soundinstallationen

„Die Künstlerin erforscht in unterschiedlichen Medien stoffliche, organische und menschliche Begegnungen. Eine zentrale Rolle spielen Reflexionen über Wechselwirkungen zwischen Mensch, Kultur und Natur sowie Transformationen, die dazu anregen, die Beziehung dieser Einheiten neu zu denken“, betont die Jury weiter.

Von Körpersteinen über die Darstellung von speicherbaren CO2-Zyklen und die Umwandlung toter Organismen zu Öl und Plastik bis hin zur Verwendung geologischer Schichten der Erde als musikalische Partituren − Katrin Hornek begreift die „natürliche Mitwelt“ als Körper und anderswo den „Homo sapiens“ als Naturgewalt. Ihr künstlerisches Oeuvre setzt sich aus Fotografien, raumgreifenden Settings, Skulpturen sowie Video- und Soundinstallationen zusammen.

Mit der 38-Jährigen freut sich der Kaumberger Bürgermeister Michael Wurmetzberger über die Auszeichnung: „Katrin hat ihre Wurzeln in Kaumberg, ich bin stolz auf sie.“ Zur Familie nach Kaumberg ziehe es sie nach wie vor, bestätigt Hornek.

Geplant ist die Preisübergabe im Dezember durch Nikolaus Krasa, den Generalvikar der Erzdiözese Wien.