Letzter Akt für den Gaisberg-Lift. Flutlichtmasten sind bis Ende 2018 abzutragen, die maschinellen Einrichtungen bis Ende 2020.

Von Markus Zauner. Erstellt am 24. Oktober 2017 (05:50)
NOEN, Wolfschwenger
Noch steht der Gaisberg-Lift, im Frühjahr 2018 soll aber etappenweise mit dem Abbau begonnen werden.

Die Zeit des Skifahrens am Gaisberg ist schon eine Weile vorbei. „Der Skiclub Gaisberg wurde mit der Jahreshauptversammlung vom 29. November 2014 aufgelöst. Es gab, soweit ich mich erinnere, zwei Winter davor schon keinen Liftbetrieb mehr, denn es wurde 2010 im Herbst eine generalüberholte Pistenraupe angekauft, welche jedoch aufgrund des Schneemangels nicht so richtig zum Einsatz kam“, bestätigt Bürgermeisterin Gertraud Steinacher.

Logische Konsequenz ist der bevorstehende Abbau der Lift-Anlagen, für den es bereits einen rechtskräftigen Bescheid gibt. Die Flutlichtmasten sind bis Ende 2018, die maschinellen Einrichtungen inklusive der Stahlkonstruktionen bis Ende 2020 abzutragen. Die Frist für die Entfernung der Liftstützenfundamente und die Angleichung an den Niveaubestand erstreckt sich bis Ende 2022.

„Die Gemeinde verliert sehr wohl eine Winterattraktion, da die Flutlichtanlage bei Schneelage sehr gut genutzt wurde.“ Ortschefin Gertraud Steinacher

„Die Gemeinde verliert sehr wohl eine Winterattraktion, da die Flutlichtanlage bei Schneelage sehr gut genutzt wurde“, betont Ortschefin Steinacher. Allerdings müsse auch die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten werden.

Liftabbau soll im Frühjahr 2018 starten

„Die Kosten der Erhaltung sind hoch. Schlepplifttechnische Überprüfungen, Seilüberprüfungen, Brandschutz usw. sind in längeren oder kürzeren Abständen einzuholen. Auch die Pistenraupe braucht die Services. Wenn dann nur eine Woche Liftbetrieb stattfindet, ist dies ein Defizitgeschäft“, weiß Steinacher.

Realistisch betrachtet, sei der Zug zur Rettung des Gaisberg-Liftes abgefahren, bestätigt die Ortschefin: „Jetzt diesen Lift zu reaktivieren, wird fast nicht möglich sein. Außer es findet sich jemand mit viel Geld, welches er nicht braucht.“

Ein Interview mit dem Liftbesitzer lest ihr in der aktuellen Print-Ausgabe der NÖN Lilienfeld