Kleinzeller Familie saß in Neuseeland fest. Kleinzeller Familie unter Passagieren des Notfluges der AUA nach Neuseeland. „Es geht uns gut“, sagt Franz Schimanko.

Von Astrid Krizanic-Fallmann. Erstellt am 15. April 2020 (04:34)
Ihren seit einem Jahr geplanten mehrwöchigen Urlaub in Neuseeland hattten sich Franz und Veronika Schimanko mit Sohn Benjamin und Tochter Nadine ganz anders vorgestellt.
Franz Schimanko

Seit Freitag sind der Kleinzeller geschäftsführende Gemeinderat und Feuerwehrkommandantstellvertreter, seine Gattin Veronika sowie ihre Kinder Benjamin und Nadine Schimanko wieder in der Heimat. Mit dem vorläufig letzten Notflug des Außenministeriums wurden die Urlauber aus Neuseeland zurückgebracht.

„Es geht uns gut, wir haben keine Anzeichen einer Infektion“

„Es geht uns gut, wir haben keine Anzeichen einer Infektion“, sagt Franz Schimanko, „zurzeit befinden wir uns alle in der behördlich verordneten Heimquarantäne.“ Dass das Coronavirus ihnen so einen Strich durch den seit einem Jahr geplanten Urlaub gemacht hat, kam für ihn überraschend. Vor der Abreise am 9. März wurde zwar noch überlegt, da Veronika Schimanko alles selbstständig zusammengestellt und gebucht hatte, wurde die Tour über Amsterdam und einer Pause in Singapur aber gestartet.

Mit dieser Maschine kehrten die Kleinzeller aus Auckland zurück. Es war der einzige Flug, denn die AUA jemals nach Neuseeland machte.
zVg/Privat

„Corona war weit weg“, meint der Kleinzeller. Zwei Tage nach ihrer Landung in Auckland am 14. März verhängte Neuseeland für alle neu Einreisenden eine 14-tägige Selbstquarantäne. Am 19. März wurden die Grenzen dicht gemacht. Einige Ziele, wie das Maoridorf Tamaki, Te Puia, Redwood Treewalk und Skyline Rotorua konnten noch besichtigt werden. „Das Hobbiton Movie Filmset wurde zwölf Stunden vor unserem Besuch gesperrt“, erzählt Franz Schimanko.

In Tauranga wurde ihnen schon der Zutritt zu einem reservierten Quartier verwehrt, da sie noch keine 14 Tage in Neuseeland waren. „Wir entschlossen uns, am 24. März nach Auckland zurückzukehren.“

Lob für Mitarbeiter des Ministeriums und Crew

In der Folge wurden sämtliche Geschäfte – außer Lebensmittelhandel und Apotheken –

sowie die touristischen Attraktionen gesperrt. „Unsere Reise war zu Ende. So durften wir nur mehr zum Einkaufen raus. Sport und Bewegung war in der relativen Umgebung des Hotels erlaubt“, schildert Franz Schimanko. „Die Bevölkerung verhielt sich sehr diszipliniert. In unserem Hotel in Auckland wurden wir sehr gut versorgt und wir hatten zu keinem Zeitpunkt ein unangenehmes Gefühl.“ Im neuseeländischen Fernsehen verfolgten die Urlauber die täglichen Pressekonferenzen der Regierungsvertreter. Freunde daheim hielten sie ständig am Laufenden, boten zudem Hilfe und Kontakte in Auckland an.

Die gebuchten Flüge für die Rückreise über Singapur und Paris am 30. und 31. März wurden nacheinander von den Fluggesellschaften storniert. „Ab dem Zeitpunkt der Stornierung war die Suche nach Ersatzflügen aussichtslos. Wir hatten uns aber bereits vor Antritt der Reise über eine App beim Bundesministerium angemeldet“, berichtet Franz Schimanko.

„Es war ein Flug der Superlative. Die Crew der AUA und die Mitarbeiter des Außenministeriums haben Unglaubliches geleistet“

Am 2. April erlaubte Neuseeland Rückkehrflüge, am 3. April wurde ein Repatriierungsflug nach Österreich für 9. April angekündigt. „Glücklich waren wir dann über die positive Nachricht“, ist er erleichtert, dass seine Familie unter den Passagieren war. Immer mit Nasen-Mundschutz, ging es von Auckland zunächst nach Kuala Lumpur zum Auftanken und dann Nonstop nach Schwechat. Es war übrigens der einzige Flug, denn die AUA jemals nach Neuseeland geführt hat. „Es war ein Flug der Superlative. Die Crew der AUA und die Mitarbeiter des Außenministeriums haben Unglaubliches geleistet“, ist Franz Schimanko voll des Lobes über die rund 23 Stunden.